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Schule
Programmieren lernen auf spielerische Art

Schüler der Freisener Schule sind stolz auf ihren Sonderpreis des saarländischen Medienschulpreises.
Schüler der Freisener Schule sind stolz auf ihren Sonderpreis des saarländischen Medienschulpreises. FOTO: Fabian Baierschmitt, LMS
Freisen. Die Landesmedienanstalt des Saarlands zeichnet die Gemeinschaftsschule Freisen mit einem Sonderpreis aus. Von red

Für ihr innovatives Konzept im Bereich „Coding“ ist die Gemeinschaftsschule Freisen im Juni in der Landesmedienanstalt des Saarlands (LMS) mit dem Sonderpreis des Digi-Saar, des ersten saarländischen Medienschulpreises, ausgezeichnet worden. Ab Klassenstufe fünf werden in Freisen die  Schüler spielerisch ans Programmieren herangeführt. „Als Einstieg dient vielen Schülern unsere Lego-Robotik-AG“, erklärt Lehrer Armin Albers. Dort werden aus Lego-Bausätzen Roboter gebaut und mit einer relativ einfachen Programmiersprache programmiert, sodass diese gezielt vorgegebenen Bewegungen ausführen können.


Auf den nächsten Stufen können die Freisener Schüler dann im Wahlpflichtbereich Angebote wählen, die sich mit der Software Scratch beschäftigen. Dabei geht es für die Schüler darum, erste kleine Computerspiele zu programmieren, was zum einen das logische Denken, zum anderen aber auch die Kreativität fördere, so ist von der Schulleitung zu hören. Für Schüler, die in der Programmierung besonders talentiert sind, wie Bailey English aus der Klasse 8c, bietet die Schule in Kooperation mit Professor Martina Lehrser von der HTW des Saarlandes eine spezielle Förderung an. Derzeit arbeitet Bailey an einem Lego-Robotor namens „Leggos“, der aus zwei großen, von Lego-Motoren und NXT Bausteinen angetriebenen Beinen besteht.

Es gibt an der Gemeinschaftsschule Freisen auch Angebote, in denen der Umgang mit dem PC von Grunde auf gelernt werden kann. Die Palette reicht dabei von Kenntnissen über den Aufbau des Computers, über Textverarbeitung, Erstellung von Präsentationen und Musikproduktion bis hin zum sicheren Umgang mit dem Internet. Seit August 2017 gibt es außerdem die  Crossmedia-AG, die als Videoreporter Videoclips, Texte für die Homepage und die Facebookseite der Schule sowie andere Beiträge über das Schulleben produziert, die anschließend veröffentlicht werden.



Für das Gesamtkonzept erhielt eine Gruppe von Schülern aus den Händen von LMS-Direktor Uwe Conradt, von Abteilungsleiterin  Kathrin Andres aus dem Ministerium für Bildung und Kultur sowie von Julia Hartnik vom K8-Institut für strategische Ästhetik den Sonderpreis, der mit einem  Kreativ-Workshop zum Thema „3D-Druck“ verknüpft ist.