| 20:09 Uhr

Spatenstich
„Ein guter Tag für Standort und Umwelt“

 Beim obligatorischen Spatenstich mit einem Riesen-Spaten (von links): Bürgermeister Bernd Alsfasser, Eva Wagner, Jason Edwards, Stadtbürgermeister Günther Jung, der Beigeorndete des Landkreises Birkenfeld, Peter Simon, sowie Mitarbeiter der OIE.
Beim obligatorischen Spatenstich mit einem Riesen-Spaten (von links): Bürgermeister Bernd Alsfasser, Eva Wagner, Jason Edwards, Stadtbürgermeister Günther Jung, der Beigeorndete des Landkreises Birkenfeld, Peter Simon, sowie Mitarbeiter der OIE. FOTO: Melanie Mai
Baumholder. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder freut sich über neues Biomasseheizwerk. Spatenstich für Sieben-Millionen-Projekt war am Montag. Von Melanie Mai

Sechs Säcke gefüllt mit Holzhackschnitzeln dienen am Montag als Ständer für die Präsentationswände. Passend. Denn an diesem Morgen geht es um die Vorstellung des neuen Biomasseheizwerks in Baumholder und den damit verbunden Spatenstich. Zunächst versammelten sich die Vertreter des Energieversorgers OIE, der rund sieben Millionen Euro in Baumholder investiert, sowie Offizielle von US-Armee, Bundeswehr, Stadt und Verbandsgemeinde im Kulturzentrum „Goldener Engel“, wo OIE-Vorstandsmitglied Eva Wagner das Projekt vorstellte.


Später ging es dann bei strahlendem Sonnenschein zum Ort des Geschehens, wo neben dem bisherigen Heizwerk bereits die entsprechende Fläche plattgemacht worden ist. Vor sechs bis sieben Wochen standen dort noch große Öltanks. Jetzt zu sehen: freies Land und ein Bagger. Gebaut werden soll schnell. Denn laut Eva Wagner ist für Ende 2019 bereits die Inbetriebnahme geplant. Und weiter: Ab 2020 erzeugt das neue Biomasseheizwerk jährlich 60 Millionen Kilowattstunden Wärme, das entspreche rund sechs Millionen Litern Heizöl. Im Gegensatz zu 50 Prozent im Jahr 2018 werden dann ab 2020 mehr als 90 Prozent der Energieerzeugung der OIE erneuerbar oder regenerativ sein, so Wagner. Damit, und das mache sie besonders stolz, übertreffe das Unternehmen gar die Klimaschutzziele, die sich die Bundesrepublik Deutschland und die Europäische Union für den gleichen Zeitraum gesetzt haben.

Mit dieser Investition werde das bestehende Heizwerk umgebaut. Das heißt, die Wärme wird statt bisher aus Erdgas künftig zu mehr als 90 Prozent aus Biobrennstoff erzeugt. Dazu würden pro Jahr etwa 16 000 Tonnen Altholz sowie naturbelassene Holzhackschnitzel eingesetzt. „Drei bis fünf Laster werden am Tag die Holzhackschnitzel anliefern“, erklärt Sebastian Müller von der OIE den Gästen. Durch diese Umstellung würden pro Jahr etwa 15 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. „Bei einem angenommenen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2000 Litern Heizöl entspricht das etwa einer Kohlendioxid-Emission von 2300 Einfamilienhäusern“, sagt Wagner. Und fügt hinzu: „Damit schreiben wir heute ein kleines bisschen Geschichte.“ Schließlich sei es an der Zeit, umzudenken und neue Wege zu gehen. Um so Natur und Klima zu schützen.



Das betonte auch Oberst Jason Edwards, der Kommandeur der US Army Garnison Rheinland-Pfalz. „Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Nachhaltigkeit und Effizienz der neuen Biomasseanlage unseren CO2-Fußabdruck im Energiebereich deutlich reduzieren können.“ Denn die US-Gemeinde wird Nutznießer der neuen Anlage sein. Das Heizwerk wird Smith Barracks und Smith Housing sowie Wetzel Housing und das US-Krankenhaus mit Energie versorgen. Und das freut auch Bernd Alsfasser, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder: „Heute ist ein guter Tag für den US-Standort und auch für unsere Umwelt.“

 Eva Wagner erläuterte den geladenen Gästen Einzelheiten zum geplanten Biomasseheizwerk in Baumholder.
Eva Wagner erläuterte den geladenen Gästen Einzelheiten zum geplanten Biomasseheizwerk in Baumholder. FOTO: Melanie Mai