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Rallye-EM
Azoren-Rallye mit gemischten Gefühlen

 Auf den Schotterprüfungen der Azoren-Rallye haben sich Marijan Griebel und sein Beifahrer Stefan Kopczyk Punkte in der Rallye-Europameisterschaft gesichert.
Auf den Schotterprüfungen der Azoren-Rallye haben sich Marijan Griebel und sein Beifahrer Stefan Kopczyk Punkte in der Rallye-Europameisterschaft gesichert. FOTO: Gregory Lenormand / DPPI / Gregory Lenormand
Hahnweiler. Marijan Griebel belegt zum Auftakt der Rallye-WM auf den Azoren Rang sechs. red

Auf den höchst anspruchsvollen Schotterprüfungen der Azoren-Rallye haben sich Rallye-Pilot Marijan Griebel aus Hahnweiler bei Freisen und Beifahrer Stefan Kopczyk die ersten Punkte in der diesjährigen Rallye-Europameisterschaft (ERC) gesichert. Die Premiere im neuen Volkswagen Polo GTI R5 verlief jedoch nicht immer wunschgemäß. „Insgesamt war es für uns eine schwierige und durchwachsene Azoren-Rallye“, fasste Marijan Griebel zusammen.


Bereits während der offiziellen Testfahrten vor der Rallye kämpfte Griebel mit einem Lenkungsschaden – und das erste Kennenlernen mit dem Polo GTI R5 fiel entsprechend kurz aus. „Leider konnten wir nur 15 Kilometer fahren. Das ist natürlich nicht viel, um sich an ein neues Auto zu gewöhnen.“ Der 29-Jährige zeigte jedoch Biss und Klasse und konnte nach dem Start trotzdem das Tempo der Spitze mitgehen.

Höhepunkt des Azoren-Abenteuers war ohne Zweifel die legendäre Wertungsprüfung „Sete Cidades“, die direkt an einem Vulkansee entlangführt und von Eurosport weltweit live übertragen wurde. Griebel und sein Co Kopczyk fuhren auf den spektakulären 24 Wertungskilometern die zweitbeste Zeit und setzten sich vor einem Millionenpublikum entsprechend stark in Szene.



Allerdings spiegelte sich der beherzte Auftritt nicht in den Ergebnissen wider. „Zwei Reifenschäden und diverse technische Probleme haben uns einen möglichen Podestplatz gekostet“, ärgerte sich Griebel, der als Sechster die Zielrampe im malerischen Ponta Delgada überquerte „In Anbetracht der ganzen Umstände müssen wir zufrieden sein. Aber natürlich hatten wir uns mehr erhofft. Hoffentlich haben wir das nächste Mal das nötige Quäntchen Glück“, sagte Griebel mit Blick auf den nächsten Lauf in der Europameisterschaft.

Dieser findet vom 2. bis 4. Mai auf Gran Canaria statt.