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| 21:13 Uhr

Technisches Hilfswerk
Junge Retter im Fernseh-Wettkampf

Das Team der THW-Jugend in Freisen mit Max, Eva und Phillip drücken den Buzzer um die erste Aufgabe zu starten.
Das Team der THW-Jugend in Freisen mit Max, Eva und Phillip drücken den Buzzer um die erste Aufgabe zu starten. FOTO: SWR/Holger Kast / Holger Kast/SWR
Freisen. In einer TV-Dokumentation treten zwölf Rettungsteams gegeneinander an. Die Freisener THW-Jugend mischt mit.

Wenn sich am heutigen Montagabend die Mitglieder des Freisener Technischen Hilfswerkes (THW) in ihrer Unterkunft treffen, dann stehen keine alltäglichen Übungen auf dem Programm. Dann ist Fernsehen angesagt. Public Viewing. Im großen Besprechungsraum sind alle Vorkehrungen getroffen. Allerdings geht es gut einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft nicht um Fußball. Es geht um einen Wettkampf der ganz anderen Art: In der TV-Dokumentation „Alarm – die jungen Retter“ treten Jugendteams der Rettungsverbände THW, Bergwacht, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und Feuerwehr gegeneinander an. Auch die Freisener THWler sind dabei.

„Das Auswahlverfahren lief über die THW-Bundesschiene“, sagt Betreuer Philipp Becker. Nach dem Sieg  der Freisener Jugend im   THW-Bundeswettkampf 2016 sei der Bundesverband auf sie zugekommen mit der Frage, ob sie an dem Fernseh-Wettkampf teilnehmen möchten. „Für uns war es eine Ehre, als eine von drei Mannschaften das THW vertreten zu dürfen“, so Becker. Mit dabei waren  der 16-jährige Max Klein, der 17-jährige Philipp Werth sowie als Ersatzmann der 17-jährige Joel Kraus (alle aus Freisen). Da ein Mädel zur Mannschaft gehören musste und die zum damaligen Zeitpunkt beiden weiblichen THWler aus Freisen keine Zeit hatten, „haben wir uns Eva Riegsinger aus Pforzheim ausgeborgt“. Der Kontakt zu der 17-Jährigen sei über die Bundesjugendleitung zustande gekommen.

Drehorte für die TV-Doku waren die Staatliche Feuerwehrschule in Regensburg (Bayern), die THW-Bundeschule in Neuhausen auf den Fildern (Baden-Württemberg), die Bergwachtstation am Blomberg und die DLRG-Station am Starnberger See (beide Bayern). Das Finale wurde im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht im bayerischen Bad Tölz gedreht. Dabei hatten die jungen THWler für sie typische Aufgaben zu erfüllen, unter anderem mussten sie in einem Trümmerhaus einen Verletzten finden und bergen. Außerdem sollten sie eine im Keller eingeschlossene Person orten. Beim Betreten stellten sie fest, dass Holzplatten den Weg versperrten. Dabei kam es nicht nur auf das richtige Handeln an, sondern auch auf die Zeit.  Das Besondere dabei: Sie mussten auf die Schnelle selbst entscheiden, welches Werkzeug sie nutzen.  „Das war schon etwas anderes als bei unseren Übungsstunden, weil wir keine Vorgabe hatten, was wir nehmen sollten“, sagt Kraus.  Auf der anderen Seite, das fügt Klein hinzu, sei dies aber auch viel befreiender gewesen.  „Unsere Junghelfer werden in ihren wöchentlichen Stunden zu Selbstständigkeit erzogen“, sagt dazu Becker, der sehr zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge ist: „Wir waren gut, aber Leonberg war einfach besser.“

Werth ärgert sich ein bisschen, dass die Aufregung zu Beginn des Wettkampfes zu so manchem „Struddelfehler“ geführt habe.  Dennoch war es für sie eine besondere Erfahrung.  Mal hinter die Kulissen einer Fernsehproduktion blicken zu können, das sei toll gewesen, sind sich die Jungs einig. Zu sehen, wie viele Wiederholungen es gibt, bis eine Szene im Kasten ist, das haben sie so nicht erwartet. Dazu Werth: „Allein die Einfahrt mit dem Gerätekraftwagen haben wir gefühlte 100 Mal aufgenommen.“ Die Dreharbeiten waren im September des vergangenen Jahres. Jetzt freuen sich die drei Jungs aus Freisen auf die Ausstrahlung. Dazu  Kraus: „Ich bin gespannt, wie sie alles zusammengeschnitten haben.“ Da spiele es auch keine Rolle, dass sie am Ende Zweiter geworden sind. Philipp Werth sagt: „Das werden jetzt zwar viele Leute sehen; aber der Gewinn des Bundeswettkampfes hat für uns eine größere Bedeutung.“