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Gemeinderat
Gesperrte Brücke teilt den Ort

Seit Wochen ist die Brücke gesperrt, sodass betroffene Anwohner einen Umweg über Herschweiler fahren müssen, um in den Ort zu gelangen.
Seit Wochen ist die Brücke gesperrt, sodass betroffene Anwohner einen Umweg über Herschweiler fahren müssen, um in den Ort zu gelangen. FOTO: Franz Rudolf Klos / B & K
Freisen. Ende September sollen die Erneuerungsarbeiten am maroden Bauwerk in Haupersweiler starten. Von Melanie Mai

Mehrere Steine sind bereits herausgebrochen. Die Gewölbebrücke in Haupersweiler ist nicht mehr sicher. Ein Gutachten bestätigt das. „Die Standsicherheit des Bauwerks ist nicht mehr gewährleistet“, sagte Freisens Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend. Daher hat er bereits gehandelt – und die, wie er sagt, „unumgängliche Sanierung“ in Auftrag gegeben. Paragraf 61 des Kommunalselbstverwaltungsgesetz macht das möglich (siehe Info).



Die Kosten belaufen sich auf rund 227 000 Euro. Ende September soll es losgehen. Dann soll es einen Notsteig für Fußgänger über die Oster geben. „Ich hoffe, dass wir bis Ende des Jahres durch sind“, so Scheer. Denn es sei nicht einfach nur eine marode Brücke. Der derzeitige Zustand beeinträchtige das Leben im Ort massiv. „Wir können nicht den Ort abgeschnitten von der Außenwelt lassen“, sagt Scheer.

Denn die Brücke verbindet als einziger Zufahrtsweg zwei Haupersweiler Ortsteile. Die Hubertus- und Ostertalstraße auf der einen, den Rest des Orts auf der anderen Seite. Zurzeit erfolge die Ver- und Entsorgung über Herschweiler. Das ist ein Umweg, den Ortsvorsteher Franz-Josef Danneck (SPD) auf fünf Kilometer beziffert. Auch die ärztliche Versorgung bezeichnet Scheer als problematisch. Sogar die St. Wendeler Polizei habe das schon bemängelt. Danneck spricht von zwei Einsätzen – ein Feuer und ein Notfall. Bei beiden Vorfällen hätten die Hilfskräfte vor der gesperrten Brücke gestanden. Diese ist übrigens seit März gesperrt. „Die fortgeschrittene Jahreszeit erfordert ein sofortiges Handeln, um die Ver- und Entsorgung sicherzustellen“, mahnt daher Scheer.

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