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Freisens Gewerbegebiet wächst

Das Firmengelände rechts ist momentan das letzte auf dieser Seite des Gewerbegebietes „In der Zennwies“. Auf der Brachfläche – ehemalige Bahntrasse – sollen neue Gewerbeflächen entstehen. Foto: B&K
Das Firmengelände rechts ist momentan das letzte auf dieser Seite des Gewerbegebietes „In der Zennwies“. Auf der Brachfläche – ehemalige Bahntrasse – sollen neue Gewerbeflächen entstehen. Foto: B&K FOTO: B&K
Freisen. Neue Arbeitsplätze, Mehreinnahmen in Sachen Gewerbesteuer – es gibt verschiedene Gründe, weshalb sich Gemeinden über neue Gewerbeflächen für potenzielle Firmenansiedlungen freuen. In Freisen kommt noch ein weiterer hinzu: Ein privater Investor erweitert das Gewerbegebiet „In der Zennwies“. Die Räte geben grünes Licht für die Pläne. Evelyn Schneider

Was könnte thematisch besser in eine vorweihnachtliche Sitzung passen als ein Geschenk für die Gemeinde? Der Gewerbetreibende Jörg Lehmann möchte auf seine Kosten das Freisener Gewerbegebiet "In der Zennwies", in dem sein eigener Meisterbetrieb ansässig ist, erweitern. Einen entsprechenden Bebauungsplan hat das Büro Kernplan im Auftrag von Lehmann erstellt. "Die Erweiterung des Gewerbegebietes ist ein Weihnachtsgeschenk. Die Gemeinde muss nichts zahlen und darf Wünsche äußern", kommentierte Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD ) die Pläne des Unternehmers.

Die Nachfrage nach gewerblichen Bauflächen ist da, doch es fehlt der Platz dafür. Denn im Gewerbegebiet "In der Zennwies" stehen keine Gewerbefläche mehr zur Verfügung.

Das soll sich jetzt ändern. Direkt angrenzend an das bisherige Industriegebiet soll erweitert werden und das mit einem möglichst geringen Aufwand. Deshalb wird im Bereich des bestehenden Wendehammers vergrößert. 1,2 Hektar umfasst die komplette Planungsfläche.

Die Erweiterung des Gewerbegebietes torpediert übrigens nicht die Möglichkeit, aus der ehemaligen Bahntrasse einen Radweg zu machen. Schon seit längeren gibt es entsprechende Überlegungen (wir berichteten). Deshalb wurde im Bebauungsplan eine Fläche als Fuß- und Radweg festgelegt. Die unmittelbar an die L 315 angrenzende Grünfläche unterhalb des Bahndamms bleibt weitestgehend erhalten. Hier entsteht lediglich eine Fläche, die für Stellplätze genutzt werden könnte.

"Die CDU begrüßt die Initiative von Jörg Lehmann neue Gewerbeflächen anzubieten", sagte Joachim Bonenberger, Fraktionsvorsitzender der CDU . Lob für den Unternehmer gab es auch vonseiten der SPD . "Es ist ein Novum in der Gemeinde, dass ein privater Träger so etwas umsetzt", sagte Fraktionssprecher Gerald Linn. Es sei aber auch wichtig, dass die Verwaltung das Projekt in die entsprechende Richtung gelenkt habe. Gleichzeitig dachte Linn bereits an neue Arbeitsplätze , die durch die Erweiterung des Industriegebietes entstehen könnten.

Einstimmig gaben die Räte grünes Licht für den Bebauungsplan des Büros Kernplan in Illingen. Dieser wird nun öffentlich ausgelegt.



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