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Volleyball
Freisen triumphiert im Gipfeltreffen

 Alarmstufe rot: SSC-Spielerin Kim Schwan hat abgezogen und schmettert den Ball zwischen Biedenkopfs Mayla Autzen und Leonie Sauerwald hindurch ins Feld. Nach verlorenem ersten Satz drehte Freisen die Partie souverän.
Alarmstufe rot: SSC-Spielerin Kim Schwan hat abgezogen und schmettert den Ball zwischen Biedenkopfs Mayla Autzen und Leonie Sauerwald hindurch ins Feld. Nach verlorenem ersten Satz drehte Freisen die Partie souverän. FOTO: B & K / Franz Rudolf Klos
Freisen. Die Volleyballerinnen des SSC Freisen haben im Spitzenspiel der Regional- liga einen Sieg gefeiert. Vor mehr als 150 begeisterten Zuschauern in der Bruchwaldhalle setzte sich der Spitzenreiter mit 3:1 gegen den bisherigen Zweiten, die Biedenkopf-Wetter-Volleys, durch. Von Philipp Semmler

Samstagabend, Bruchwaldhalle in Freisen. Strahlend recken die Spielerinnen des SSC Freisen nach dem Sieg im Spitzenspiel der Volleyball-Regionalliga gegen die Biedenkopf-Wetter-Volleys drei Fingerin die Höhe. Denn dank dreier gewonnener Sätze setzte sich der SSC mit 3:1 gegen den direkten Verfolger durch – und sammelte dadurch drei weitere Punkte auf einem Weg, der den Verein erstmals in seiner Geschichte in die 3. Liga führen könnte.


Denn wenn Freisen in dieser Saison so weiterspielt, könnte der Traum vom Aufstieg in die 3. Liga tatsächlich wahr werden. „Wir haben einen starken Gegner geschlagen und damit ein Zeichen gesetzt“, erklärte Freisens langjährige Trainerin Brigitte Schumacher nach dem Erfolg ihrer Mädels stolz. Denn durch den Sieg (17:25, 25:18, 25:21, 25:20) bleiben die Nordsaarländerinnen weiter an der Spitze der Liga. Im Falle einer Niederlage wären die Gäste auf Rang eins vorgerückt.

Doch auch von einem verlorenen ersten Satz ließ sich Freisen nicht aus dem Konzept bringen. Dieser erste Satz verlief lange ausgeglichen, bis die Gäste sich am Ende auf 25:17 absetzen konnten.



„Danach haben wir uns aber wieder auf unsere Stärken besonnen“, berichtet Schumacher. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. „Früher sind wir nach einem solchen Rückschlag öfter mal nicht zurückgekommen“, weiß die Übungsleiterin. Dass dies jetzt anders ist, ist eines der vielen Mosaiksteinchen, weshalb der SSC bislang eine so gute Saison spielt.

Im zweiten Satz schlug Freisen, stärker und präziser auf und spielte auch seine schnellen Angriffe besser zu Ende. Insbesondere Vanessa Fox und Doreen Werth machten dabei Punkt um Punkt. Somit sorgten sie dafür, dass auch das Publikum begeistert mitging. Folge: Die Gastgeberinnen gewannen den zweiten Satz klar mit 25:18. Und auch danach ließen die Schumacher-Mädels nichts mehr anbrennen. Freisen holte sich den dritten Satz mit 25:21 und den vierten mit 25:20.

Während der SSC seine Tabellenführung durch den Sieg verteidigte, rutschte Biedenkopf-Wetter auf Rang drei ab. Neuer Tabellenzweiter ist die TG Mainz-Gonsenheim, die sich zu Hause gegen Eintracht Frankfurt mit 3:0 durchsetzte. Der SSC hat 18 Punkte auf dem Konto, Mainz-Gonsenheim 15 und Biedenkopf-Wetter 13.

Allerdings hat der Tabellendritte noch eine Partie weniger absolviert. „Die werden sie normalerweise auch gewinnen“, sagt Schumacher. Denn in der Nachholpartie spielen die Hessinnen gegen Schlusslicht SV Steinwenden.

Zuvor treffen Freisens Verfolger Biedenkopf-Wetter und Mainz-Gonsenheim aber noch am kommenden Sonntag im Verfolgerduell aufeinander. Einer der Konkurrenten des SSC im Titel- und Aufstiegsrennen wird dabei also Federn lassen. Freisen bestreitet sein nächstes Ligaspiel bereits am einen Tag zuvor – und zwar um 20 Uhr bei Aufsteiger TSV Hanau. Der TSV ist derzeit Tabellenfünfter.