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Volleyball
Freisen steht mit einem Bein in Liga drei

Ins Netz gegangen: Freisens Spielerinnen bejubeln den Sieg gegen Hanau.
Ins Netz gegangen: Freisens Spielerinnen bejubeln den Sieg gegen Hanau. FOTO: Franz Rudolf Klos / B & K
Freisen. Volleyball-Regionalligist SSC Freisen schlägt Hanau vor der Rekordkulisse von 300 Zuschauern mit 3:0. Von Philipp Semmler

Die Freisener Bruchwaldhalle platzte am Samstagabend aus allen Nähten. Rund 300 Besucher wollten sich das letzte Saisonheimspiel des SSC gegen den TSV Hanau in der Regionalliga ansehen. „Das ist Wahnsinn. So viele Zuschauer hatten wir noch nie“, freute sich SSC-Trainerin Brigitte Schumacher. „Vor so einer Kulisse macht es einfach richtig Spaß“, schwärmte auch Außenangreiferin Kim Schwan. Die 20-Jährige gehörte zu den besten Spielerinnen ihres Teams.


Viele der 300 Gäste blieben bis lange nach dem Schlusspfiff – und feierten den klaren 3:0-Erfolg der Gastgeberinnen. Durch den kam der Spitzenreiter seinem Ziel, dem Titel-Gewinn und dem Aufstieg in die 3. Liga, ein großes Stück näher.

„Wir sind jetzt so dicht dran, nächste Woche werden wir den Sack zumachen“, kündigte Schwan an. „Eine bessere Saison hatten wir noch nie – und die wollen wir jetzt mit der Meisterschaft krönen.“

Gut zwei Stunden nach dem Freisener Sieg trudelte dann auch das Ergebnis der Partie zwischen der TG Mainz-Gonsenheim und den Biedenkopf-Wetter-Volleys ein. Die Begegnung der direkten Konkurrenten des SSC im Kampf um die Meisterschaft hatte erst 90 Minuten nach dem Spiel in Freisen begonnen.

Das Ergebnis: Mainz-Gonsenheim siegte mit 3:2. Das bedeutet, dass Biedenkopf-Wetter raus aus dem Titelrennen ist. Die Meisterschaft wird am letzten Spieltag (Sonntag, 15 Uhr) nur zwischen Freisen und Mainz entschieden.



Freisen hat dabei die deutlich bessere Ausgangs-Basis. Das Team von Trainerin Schumacher hat zwei Punkte mehr als der Verfolger. Gewinnt der SSC seine Begegnung beim TSV Stadecken-Elsheim, ist alles klar. Mainz-Gonsenheim muss in Hanau ran. Leicht werden die Auswärtsaufgaben für keinen der Titelanwärter: Denn die jeweiligen Gegner brauchen noch Punkte im Kampf um den Ligaverbleib.

Zurück zur Partie gegen Hanau: In der fand Freisen nicht so gut ins Spiel. „Teilweise waren wir etwas nervös. Zudem haben wir ein wenig gebraucht, bis wir uns auf den Gegner eingestellt hatten“, erklärte Schumacher. Bis zum 21:21 lagen die Gastgeberinnen eigentlich immer hinten – teilweise sogar mit vier Punkten. Doch am Ende siegte Freisen mit 25:23. „Das war der aller-, allerwichtigste Satz“, atmete Schumacher erleichtert auf.

Danach war die anfängliche Nervosität wie weggeblasen. „Wir haben dann gezeigt, dass wir spielerisch und technisch die bessere Mannschaft sind“, fand Schwan. Doreen Werth setzte am Netz einen erfolgreichen Block ins gegnerische Feld. Noreen Geenen punktete mit einem präzisen Schmetterball, und Laura Bur schlug ein Ass, um nur einige Beispiele zu nennen. Das Resultat: Freisen gewann den zweiten Satz deutlich mit 25:10. Im dritten Satz wurde es dann zwar noch einmal enger. Doch auch dieser ging mit 25:23 an den SSC. Ein wichtiger Schritt zum Titelgewinn war getan. Der letzte soll am Sonntag folgen.