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Freisen ist Magnet für Schüler

Freisen. Wenn am 7. September das neue Schuljahr beginnt, sind in der Gemeinschaftsschule Freisen 156 Neue dabei. so viele Schüler haben sich für die künftige Klasse fünf angemeldet. Die Schule hat die Anmeldungszahlen aufgeschlüsselt und nach regionaler Herkunft geordnet – und dabei Erstaunliches festgestellt. red

Die Gemeinschaftsschule Freisen zieht - im wahrsten Sinne des Wortes - immer weitere Kreise. 156 Schüler sind für die künftigen sechs fünften Klassen des Schuljahres 2015/2016 angemeldet. Das bedeutet, dass die Anmeldezahl um eine ganze Klasse höher liegt, als vergangenes Jahr, in welchem die Schule 130 Neulinge begrüßte. Dabei kommen 89 Kinder der Eingangsklassen aus dem Saarland und 67 aus Rheinland-Pfalz. Genau betrachtet sind die Freisener Schulneulinge in vier Landkreisen beheimatet: St. Wendel (85), Neunkirchen (vier), Birkenfeld (34) und Kusel (33).

Der relativ hohe Anteil von rheinland-pfälzischen Schülern unter den Neuanmeldungen überrascht die Freisener Schulleitung nicht. Der stellvertretende Schulleiter Erdal Marx betont, dass die Schule an der Landesgrenze schon immer einen starken Anteil von Schülern aus der Nachbarschaft hatte: "Mindestens ein Drittel kommt immer aus Rheinland-Pfalz, weil es hier auch historisch gewachsene Verbindungen gibt." Von 1973 bis 2002 war es sogar so, dass die sogenannten Heidekinder aus Rückweiler, Rohrbach, Hahnweiler und Leitzweiler nach Freisen in die Grundschule gingen und danach - fast wie selbstverständlich - in die weiterführende Schule am selben Ort.

Freisen immer noch verbunden


2003 wurden diese Schuljahrgänge "rückgeführt" und fortan in der Grundschule Heimbach eingeschult. Geblieben ist dennoch die alte Verbundenheit mit der Freisener Schule. So werden aus Baumholder für das kommende Schuljahr wieder 28 Kinder aus der Verbandsgemeine hier eingeschult.

Überraschend mehr Schüler hingegen kommen in diesem Jahr aus der unmittelbaren Umgebung der Stadt Kusel und aus dem Gebiet der gesamten Verbandsgemeinde. Hier kann es unter anderem sein, dass sich die seit dem laufenden Schuljahr stark verbesserte Busanbindung - pünktlich vor Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss - bemerkbar macht. Für diese Busanbindung hatte sich die Freisener Schulleitung zusammen mit einer Elterninitiative seit Jahren intensiv eingesetzt.

Erstmals tauchen im kommenden Schuljahr Schüler aus dem Stadtgebiet von Ottweiler in Freisen auf und auch ein Novum ist, dass sogar Kinder aus Idar-Obersteiner Stadtteilen den nicht gerade kurzen Weg zur weiterführenden Schule in Freisen finden. Stark vertreten hingegen ist die Kreisstadt St. Wendel. Aus ihrem Stadtgebiet zieht es 25 derzeitige Viertklässler zur Fortsetzung ihrer Schullaufbahn nach Freisen .

Aus der Standortgemeinde Freisen selbst werden 36 Schüler kommen, aus der Nachbargemeinde Namborn 19.

Die jungen "Freisianer" werden allesamt zum Schuljahres-Start am Montag, 7. September, zur Begrüßungsfeier in der Aula erwartet. Insgesamt sieht sich die Schulleitung durch die starken Anmeldezahlen bestärkt, das pädagogische Konzept der Schule weiterzuführen.