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Freizeitweg
Freisen bringt Freizeitweg auf die Trasse

Fünf Brückenbauwerke sind auf dem Teilstück in der Gemeinde Freisen. Alle sind in Ordnung, sagt Bernd Zollhöfer vom Velo-Büro Saar.
Fünf Brückenbauwerke sind auf dem Teilstück in der Gemeinde Freisen. Alle sind in Ordnung, sagt Bernd Zollhöfer vom Velo-Büro Saar. FOTO: Bernd Zollhöfer / Bernd Zollhöfer
Freisen. Der erste Teilabschnitt des Freizeitweges nach Nonnweiler geht vom Rathaus bis zum ehemaligen Freisener Bahnhof. Von Melanie Mai

Der Freizeitweg über die ehemalige Bahntrasse zwischen Freisen und Nonnweiler hat eine weitere Hürde genommen. Das Wirtschaftsministerium hat bereits Zuschüsse zugesichert, entsprechende Planungen laufen. Losgehen soll es in der Gemeinde Freisen. Das kündigte Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend an. Was genau passieren soll, erklärte Geograf Bernd Zollhöfer vom Velo-Büro Saar, der im Auftrag des Landkreises St. Wendel das Projekt betreut und die technische Planung für diese, wie er sagt „landschaftlich äußerst reizvolle Strecke“ übernimmt.



„Der erste Schritt passiert in Freisen“, so Zollhöfer Das habe einen Grund. Während in den Gemeinden Nonnweiler und Nohfelden die Flächen noch im Besitz der Deutschen Bahn seien, gehöre in Freisen ein Großteil der Gemeinde, der Rest der Ökoflächen Management GmbH (ÖFM) der Naturlandstiftung Saar. Das Thema Grunderwerb sei hier also schon durch. Für alle Gemeinde gelte: Die Naturlandstiftung soll sämtliche Flächen über die der Weg verlaufen soll, übernehmen, die ÖFM dann mit den Gemeinden einen Pachtvertrag schließen.

Der neue Freizeitweg startet am Freisener Rathaus, wo er an den Fritz-Wunderlich-Weg angebunden werde. Das Teilstück auf dem Bann der Gemeinde Freisen ist 6.46 Kilometer lang, die Gesamtstrecke beträgt 29,2 Kilometer. Der erste Bauabschnitt, der bis zum ehemaligen Freisener Bahnhof reicht, habe eine Besonderheit, wie Zollhöfer berichtet: „Ein Teil der Bahntrasse liegt auf dem Gelände der Firma Hörmann.“ Es habe aber mittlerweile Gespräche gegeben. Der Geograf zeigt sich zuversichtlich: „Von Seiten der Firma Hörmann war man sehr kooperativ.“ Der Verlauf der Strecke dürfte also kein Problem sein.

Kein Problem seien auch die fünf Brücken auf dem ersten Teilstück: „Wir haben sie überprüft, sie sind alle in Ordnung.“ Der zweite Bauabschnitt bis zur Gemeindegrenze bei Wolfersweiler gestalte sich völlig unproblematisch. Dort sei die Trasse noch gut zu erkennen. Einen Zeitplan hat Zollhöfer auch schon parat. Dieser sei allerdings noch nicht in Stein gemeißelt, da könne sich noch etwas ändern. Noch dieses Jahr sollen die Planungen abgeschlossen werden, so dass 2018 die Genehmigungen und Ausschreibungen auf dem Programm stehen. Mit dem Bau in Freisen geht es dann laut Zollhöfer 2019 los. Baubeginn in der Gemeinde Nohfelden sei für 2020 vorgesehen, in Nonnweiler für 2021.

Die Kosten insgesamt sind mit 5,2 Millionen Euro veranschlagt. Das Wirtschaftsministerium gewährt einen Zuschuss in Höhe von 70 Prozent. Der Landkreis unterstützt die beteiligten Kommunen mit jeweils zehn Prozent der Kosten. Für Freisen heißt das: Bei einer veranschlagten Summe von 1,39 Millionen Euro müsste die Gemeinde noch 140 000 Euro schultern. Im Gemeinderat kommt das Projekt gut an. Joachim Bonenberger von der CDU freut sich, dass durch die Realisierung sowohl der Landkreis als auch die Gemeinde Freisen „für Radtourismus noch attraktiver werden“. Und Gerald Linn von der SPD sieht darin ein „weiteres Highlight im St. Wendeler Land“.

Auf dem zweiten Bauabschnitt ist die Trasse gut zu erkennen.
Auf dem zweiten Bauabschnitt ist die Trasse gut zu erkennen. FOTO: Bernd Zollhöfer / Bernd Zollhöfer