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Volleyball
Es wird wieder eng für den SSC Freisen

SSC-Trainerin Brigitte Schumacher.
SSC-Trainerin Brigitte Schumacher. FOTO: Heiko Lehmann
Freisen. Volleyballerinnen verlieren Spitzenspiel der Regionalliga bei den Biedenkopf-Wetter-Volleys. Vorsprung schmilzt auf einen Punkt Von Philipp Semmler

Erst war die Euphorie groß, dann die Enttäuschung. Mit einem vollbesetzten Bus und rund 35 eigenen Anhängern machten sich die Volleyballerinnen des SSC Freisen am Sonntag auf die rund dreieinhalbstündige Reise nach Biedenkopf (nördlich von Gießen). „Dass wir mit einem großen Bus zu einem Auswärtsspiel gefahren sind, gab es noch nie“, erzählt Trainerin Brigitte Schumacher.


Doch für diese Premiere gab es auch einen triftigen Grund: Denn mit einem Sieg beim Tabellen-Dritten Biedenkopf-Wetter-Volleys hätte der SSC einen Riesenschritt in Richtung Regionalliga-Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga machen – dies wäre der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Kein Wunder also, dass die Euphorie vor der Begegnung groß war. Zumal die 35 mitgereisten Fans, die ihr Team lautstark anfeuerten, dafür sorgten, dass Freisen quasi ein Heimspiel hatte. Die gastgebenden Biedenkopf-Wetter-Volleys konnten für diese wichtige Partie nur rund 30 Anhänger mobilisieren.



Doch nach dem letzten Ballwechsel war die Euphorie beim Freisener Tross der Enttäuschung gewichen. Denn der SSC musste eine 1:3-Niederlage (18:25, 21:25, 25:15 und 23:25) hinnehmen. „Uns hat die Konzentration auf das Wesentliche gefehlt. Ob es an der Nervosität oder an etwas anderem lag, weiß ich nicht“, erklärte Schumacher. Die Übungsleiterin ergänzte: „Im ersten Satz haben wir zu verhalten agiert. Auch im zweiten sind wir immer nur hinterher gelaufen.“

Erst nach dem 0:2-Satzrückstand steigerte sich der Spitzenreiter. „Im dritten Satz haben wir endlich das gezeigt, was wir können“, sagt Schumacher. Die Folge: Ihre Mädels gewannen diesen Durchgang klar mit 25:15. Nun keimte wieder Hoffnung auf einen Sieg auf. „Im vierten Satz haben wir dann aber leider wieder nur teilweise unser Potential abgerufen“, musste Schumacher zu geben. Und so sicherte sich Biedenkopf-Wetter mit einem knappen 25:23 in diesem Durchgang auch den Sieg.

Freisen bleibt trotz der Niederlage weiter Tabellenführer. „Wenn wir noch zwei Mal gewinnen, sind wir durch“, weiß Schumacher. Allerdings sitzt dem SSC nun wieder die Konkurrenz im Nacken. Die TG Mainz-Gonsenheim ist durch einen 3:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt bis auf einen Punkt an die Schumacher-Mädels herangerückt. Biedenkopf-Wetter auf Rang drei hat zwei Zähler weniger als der SSC.

 Am nächsten Spieltag (Samstag, 10. März) wird einer der Freisener Konkurrenten im Aufstiegs-Rennen Federn lassen, dafür wird einer aber auch sicher punkten. Denn am vorletzten Spieltag der Saison empfängt Mainz-Gonsenheim die Biedenkopf-Wetter-Volleys (20 Uhr). Bereits um 18.30 Uhr empfängt Freisen  den Tabellensiebten TSV Hanau in der heimischen Bruchwaldhalle – und kann vorlegen.