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Fußball
Es muss mal wieder ein Heimsieg her

Patrick Wilhelm (links) kam 2014 vom VfL Primstal II zurück zu seinem Heimatverein VfB Theley. Dort sorgt er in der Abwehr dafür, dass sein Team die viertwenigsten Gegentore der gesamten Liga hat.
Patrick Wilhelm (links) kam 2014 vom VfL Primstal II zurück zu seinem Heimatverein VfB Theley. Dort sorgt er in der Abwehr dafür, dass sein Team die viertwenigsten Gegentore der gesamten Liga hat. FOTO: Achim Thiel
Theley. Den bislang letzten Heimsieg feierten die Fußballer des VfB Theley im Oktober – beim 3:1 gegen den VfL Primstal II. Platzt jetzt im Derby gegen Freisen endlich der Knoten? Von Frank Faber

Die Null steht beim VfB Theley – aber sie steht leider auch vorne. Nach zwei torlosen Partien will der Tabellenelfte der Fußball-Verbandsliga an diesem Sonntag, 15 Uhr, im Kreisderby gegen den SV Freisen unbedingt wieder in den gegnerischen Kasten treffen. „Wir haben zuletzt zweimal daheim 0:0 gespielt, es ist an der Zeit, mal wieder ein Heimspiel zu gewinnen“, meint VfB-Verteidiger Patrick Wilhelm. Zuletzt gelang das im Oktober.


22 Punkte hat Theley bislang in 19 Spielen eingesammelt. „Wir müssen noch einiges holen, der Abstand zum drittletzten Platz beträgt nur fünf Zähler“, erklärt der 27-jährige Student. Die Problemzone der Mannschaft ist der Angriff. „Hinten stehen wir gut, lassen wenig zu, aber vorne hapert es an der Chancenverwertung“, sagt Wilhelm.

In neun Heimspielen hat das VfB-Bollwerk bislang erst fünf Gegentore kassiert. Mit insgesamt 27 Gegentreffern hat Theley die viertbeste Abwehr der Liga. „Und dabei mauern wir nicht“, betont der Defensivspieler. Nur beim 0:0 gegen Tabellenführer SG Marpingen-Urexweiler habe sich die Mannschaft wegen des personellen Engpasses mehr in die eigene Hälfte zurückziehen müssen.



Nach dem Remis gegen den Spitzenreiter ist Wilhelm auch vor dem Aufeinandertreffen mit dem Tabellensiebten Freisen nicht bange. Auch wenn er weiß: „Die Kreisderbys mit Freisen sind immer hart umkämpft.“

2014 ist der Theleyer Junge vom VfL Primstal II zum VfB gewechselt. „In Primstal habe ich im defensiven Mittelfeld gespielt, mittlerweile habe ich mich an die Verteidiger-Rolle gewöhnt, und spiele da, wo der Trainer mich hinstellt“, sagt Wilhelm. Oder besser die Trainer. Denn mit Georg Amann, Timo Hinsberger, Jörg Behla, Nicola Lalla und dem am Saison-Ende scheidenden Kai Decker hat er schon fünf Übungsleiter „überlebt“.

Auch wegen der Fluktuation an der Seitenlinie tritt der Verein in der Spielklasse weiter auf der Stelle. „Es ist an der Zeit, dass Kontinuität reinkommt“, sagt Wilhelm – auch auf der Position des Trainers. Denn nach nur einer Saison packt Decker wieder seinen Koffer. Seine Nachfolger werden Sebastian Piotrowski und Andreas Oberhauser, die als Spielertrainer agieren (wir berichteten). Decker selbst hatte den Vorschlag gemacht, einen Spielertrainer zu holen, der auf dem Platz auch als Führungsspieler vorangeht. Der fehle der jungen Mannschaft derzeit.

Immerhin: Für das Kreisderby sieht es personell wohl etwas besser aus. Mit Abwehrchef Daniel Dworowy und Angreifer Mario Dewes kehren zwei zuvor verletzte Stammkräfte aufs Spielfeld zurück, dafür fällt Innenverteidiger Norman Scherer mit einer Schulterverletzung aus.