| 20:10 Uhr

Erinnerungen hinter Mauern

Schulleiter Marc André Müller und Landrat Udo Recktenwald (von links) lassen eine Zeitkapsel im Mauerwerk des Erweiterungsbaus der Freisener Schule verschwinden. Foto: Frank Faber
Schulleiter Marc André Müller und Landrat Udo Recktenwald (von links) lassen eine Zeitkapsel im Mauerwerk des Erweiterungsbaus der Freisener Schule verschwinden. Foto: Frank Faber FOTO: Frank Faber
Freisen. An der Freisener Gemeinschaftsschule wurde symbolisch der Grundstein für den Anbau gelegt. Dabei wurde eine Zeitkapsel eingemauert. Frank Faber

Mit einem Erweiterungsbau verbessert die Gemeinschaftsschule Freisen ihre Unterrichtssituation. Vor dem Hintergrund steigender Schülerzahlen wird gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen, mehr Schüler aufzunehmen. Am 28. März sind die Bauarbeiten gestartet, bis August 2018 sollen sie abgeschlossen sein. Für das insgesamt 4,2 Millionen teure Bauprojekt ist am vergangenen Mittwoch symbolisch der Grundstein verlegt worden. "Dafür ist es höchste Zeit, denn der Bau ist schon fortgeschritten", sagt Landrat Udo Recktenwald (CDU). Die Gemeinschaftsschule Freisen steht unter der Trägerschaft des Landkreises St. Wendel. Dessen Verwaltungschef Recktenwald blickt kurz zurück. "Die Raumnot an der Schule war zu erkennen, um zusätzliche Schüler unterbringen zu können", so der Landrat. In der Vergangenheit habe die Freisener Schule lediglich die Voraussetzungen für die Aufnahme von vier Klassen zum Beginn eines Schuljahres erfüllen können. Mit der Verleihung des Deutschen Schulpreises 2014 ist ein großer Zuspruch erfolgt und in den Folgejahren sind fünf beziehungsweise sechs Klassen zur Einschulung aufgenommen worden. "Um die zusätzlichen Klassen unterzubringen sind Funktionsräume zu Klassensälen umgewidmet worden", berichtet der Landrat. Künftig werde mit der Aufnahme von fünf neuen Klassen am Beginn des Schuljahres gerechnet, dem Raumbedarf werde durch den Erweiterungsbau nun Rechnung getragen.


"Zunächst haben wir über drei Lösungsvarianten nachgedacht", sagt Recktenwald. Der Erweiterungsbau wird an das bestehende Schulgebäude angeschlossen und es entstehen unter anderem sieben neue Klassenräume. "Parallel werden aber auch vier andere Klassen wegfallen", teilt Marc André Müller, seit September 2016 Schulleiter, mit. Derzeit werden an der Gemeinschaftsschule 770 Schüler unterrichtet. "Mit dem Schuljahresbeginn 2018/19 werden wir nach der Fertigstellung des neuen Gebäudes mit der gleichen Schüleranzahl beginnen", erklärt Müller.

Ab dem Zeitpunkt werde dann erstmals eine Klassenstufe elf am Standort Freisen unterrichtet. Den Wunsch der Schulgemeinschaft, dass in ein paar Jahren Oberstufenklassen in Freisen unterrichtet werden können, hat Müller an "diesem besonderen Tag" noch loswerden wollen. "Ich werde weiter dafür kämpfen, dass alle Standorte im Landkreis die Möglichkeit erhalten", betont Landrat Recktenwald.



Während der symbolischen Grundsteinlegung ist eine Zeitkapsel im Mauerwerk verschwunden. Darin wurden zuvor Schülerbriefe, Fotos, Zeitungsberichte, Baupläne und sogar ein USB-Stick mit einem Kurzfilm verstaut.

Zum Thema:

Die Kosten des Erweiterungsbaus belaufen sich insgesamt auf 4,2 Millionen Euro, davon werden eine Million Euro vom Saar-Innenministerium übernommen. Die Bruttogrundfläche beträgt 660 Quadratmeter, die Geschossfläche 1980 Quadratmeter. Unter anderem entstehen sieben Klassenräume. Im Zuge der Umstrukturierung, in Verbindung mit dem Neubau, ist auch vorgesehen den Verwaltungsbereich (bislang Gebäude 43) in den Neubau zu verlegen. In den ehemaligen Verwaltungsräumen sollen dann drei Klassen eingerichtet werden. Bis August 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.