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Dritte Kraft will in den Gemeinderat

Zwei Parteien sind derzeit im Freisener Gemeinderat vertreten: Die CDU hat die absolute Mehrheit mit 17 Sitzen, die SPD verfügt über zehn Sitze. Die Grünen scheiterten 2004 an der Fünf-Prozent-Hürde. In diesem Jahr nimmt die Partei einen neuen Anlauf und rechnet sich, da die Fünf-Prozent-Hürde für die Kommunalwahl nicht mehr gilt, Chancen aus, in den Rat einzuziehen Von SZ-Redakteurin Melanie Mai

Zwei Parteien sind derzeit im Freisener Gemeinderat vertreten: Die CDU hat die absolute Mehrheit mit 17 Sitzen, die SPD verfügt über zehn Sitze. Die Grünen scheiterten 2004 an der Fünf-Prozent-Hürde. In diesem Jahr nimmt die Partei einen neuen Anlauf und rechnet sich, da die Fünf-Prozent-Hürde für die Kommunalwahl nicht mehr gilt, Chancen aus, in den Rat einzuziehen. Rund 7000 Wahlberechtigte haben das am 7. Juni in der Hand. Genau einen Monat später, am 7. Juli, soll die konstituierende Sitzung des Gemeinderates sein. In der letzten Sitzung in der aktuellen Besetzung zogen sowohl Bürgermeister Wolfgang Alles als auch die beiden Fraktionsvorsitzenden, Joachim Bonenberger (CDU) und Dieter Neurohr (SPD), Bilanz. Zufrieden sind sie mit der abgelaufenen Amtszeit, zumal "wir uns nicht die Köpfe eingeschlagen haben", wie es Alles ausdrückt. Ganz im Gegenteil: Mehr als 95 Prozent der Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Alles wird noch konkreter: In der Legislaturperiode von 2004 bis Mai 2009 tagte der Gemeinderat 42 Mal und behandelte 354 Tagesordnungspunkte. Und eines freut alles besonders: "In fünf Jahren haben wir alle Haushalte und Wirtschaftspläne des Abwasserwerkes einstimmig verabschiedet."Dabei hat der Rat Einiges auf den Weg gebracht. Investitionen in Höhe von 24,7 Millionen Euro schlugen in den vergangenen fünf Jahren in der Gemeinde und im Abwasserwerk zu Buche. Größte Brocken waren dabei die beiden Ortskernsanierungen in Freisen und Oberkirchen, wo jeweils weit mehr als eine Million Euro verbaut wurden. Außerdem wurden unter anderem das Gewerbegebiet Reitscheid fertiggestellt, der Sportplatz in Grügelborn und der Kreisverkehr in Freisen eingeweiht, und das Netzwerk Freisen mit seinen Arbeitsgruppen gegründet. Und erste Schritte auf dem Weg zum Weiselberg-Park wurden unternommen - die Gemeinde hat Grund und Boden erworben, es besteht Baurecht. Sobald ein Investor gefunden ist, kann es losgehen.