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Volleyball
Die Drittliga-Bewerbung ist abgeschickt

Die Mädels des SSC Freisen haben allen Grund zum Jubeln. Am Ende der besten Saison der Vereinsgeschichte sind die Regeionalliga-Meisterschaft und der Aufstieg in die 3. Liga zum Greifen nah.
Die Mädels des SSC Freisen haben allen Grund zum Jubeln. Am Ende der besten Saison der Vereinsgeschichte sind die Regeionalliga-Meisterschaft und der Aufstieg in die 3. Liga zum Greifen nah. FOTO: Franz Rudolf Klos / B & K
Freisen. Es ist das vielleicht wichtigste Heimspiel der Vereinsgeschichte: Die Volleyballerinnen des SSC Freisen erwarten den TSV Hanau. Bei einem Sieg winkt der Drittliga-Aufstieg. Von Philipp Semmler

Nur noch zwei Siege fehlen den Volleyballerinen des SSC Freisen bis zur Erfüllung ihres großen Traums – der Meisterschaft in der Regionalliga Südwest. Damit verbunden wäre auch der Aufstieg in die 3. Liga Süd. Für den Club der größte Erfolg seiner Geschichte.


Den ersten der noch benötigten beiden Siege will das Team von Trainerin Brigitte Schumacher an diesem Samstag (18.30 Uhr, Bruchwaldhalle) im Heimspiel gegen den TSV Hanau einfahren. Am Sonntag, 18. März, ist Freisen dann noch im letzten Saisonspiel beim TSV Stadecken-Elsheim zu Gast (15 Uhr).

„Ich bin sehr optimistisch, dass wir es schaffen, Meister zu werden“, sagt SSC-Zuspielerin Leonie Dewes (19). „Jede von uns will unbedingt hoch – und jede ist voll fokussiert. Deshalb glaube ich, dass wir das schaffen.“

Die Ausgangslage ist einfach: Gewinnt der SSC seine beiden letzten Begegnungen mit 3:0 oder 3:1, ist er sicher Meister. Denn vor der Partie gegen Hanau haben die Nordsaarländerinnen an der Tabellenspitze einen Zähler mehr als die TG Mainz-Gonsenheim und zwei Punkte mehr als der Tabellen-Dritte, die Biedenkopf-Wetter-Volleys. Mainz und Biedenkopf-Wetter stehen sich an diesem Samstag, 20 Uhr, im direkten Duell gegenüber.

Auch Freisens Angreiferin Doreen Werth (22) geht voller Optimismus in die beiden entscheidenden Begegnungen: „Ich weiß, was wir können. Und wenn wir das an den Tag legen, wird uns der Aufstieg gelingen.“ Für Werth wäre der Sprung in die 3. Liga auch ein ganz persönlicher Höhepunkt ihrer Karriere: „Ich habe noch nie in der 3. Liga gespielt. Mein persönliches Ziel ist es, höher als Regionalliga zu spielen. Wenn ich das mit dem SSC tun könnte, wo alle meine Freundinnen spielen, wäre das einfach der Wahnsinn.“



Vor den entscheidenden Begegnungen ist fast der ganze Ort im Volleyball-Fieber. Zuletzt gingen die Zuschauer-Zahlen bei den Freisener Heimspielen steil nach oben. „Das ist natürlich toll. Wenn man vor vielen Leuten spielt, ist die Motivation noch einmal deutlich höher“, gibt Zuspielerin Dewes zu. SSC-Trainerin Brigitte Schumacher sagt: „Ich werde derzeit ganz oft auf den SSC angesprochen. Auch von Leuten, die sich normalerweise nicht für Volleyball interessieren.“

In dieser Woche hat der Spiel- und Sportverein schon mal außerhalb des Feldes die Weichen für die 3. Liga gestellt: Die Bewerbungs-Unterlagen für die höhere Spielklasse wurden abgegeben. „Wenn wir Meister werden sollten, nehmen wir den Aufstieg auch in jedem Fall wahr“, sagt Brigitte Schumacher. Sie ist Vereins-Vorsitzende und Trainerin des Regionalliga-Teams.

Dass der SSC vom Verband für die 3. Liga zugelassen wird, daran gibt es wenig Zweifel: Die Bruchwaldhalle als Spielort entspricht nach Meinung des Clubs den Drittliga-Anforderungen. Auch höhere Gebührenzahlungen im mittleren dreistelligen Bereich an den Verband kann der Club leisten. Diese Gebühren werden vor allem dazu verwendet, um die Fahrtkosten für die Schiedsrichter zu erstatten.

Volleyball wird an diesem Samstag nicht nur in Freisen, sondern auch im St. Wendeler Sportzentrum gespielt. Dort richtet der TV Bliesen die südwestdeutschen Meisterschaften der männlichen U18 aus. Los geht’s um 11 Uhr. Die Finalspiele beginnen voraussichtlich gegen 16 Uhr. Die beiden saarländischen Teilnehmer sind der gastgebende TV Bliesen und der TV Wiesbach. Die beiden Ersten qualifizieren sich für die deutsche Meisterschaft.