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Doppeljubiläum
Bilder von einst wecken Erinnerungen

Die Fotos aus den alten Zeiten stießen bei den Besuchern der Ausstellung auf großes Interesse.
Die Fotos aus den alten Zeiten stießen bei den Besuchern der Ausstellung auf großes Interesse. FOTO: Franz Rudolf Klos
Furschweiler. Der Kirchbauverein zeigte während der Feierlichkeiten zum Doppeljubiläum 225 Jahre Pfarrei und 190 Jahre Pfarrkirche alte Schätze. Von Oswin Sesterheim

Mit einem Kaffeenachmittag und alten Bildern zum Thema „Über Furschweiler früher“ startete das Doppeljubiläum 225 Jahre Pfarrei und 190 Jahre Pfarrkirche St. Anna Furschweiler. „Im vergangenen Jahr haben wir in einer Ausstellung nur kirchliche Bilder von früher gezeigt. Die Resonanz war sehr gut. Dem Wunsch entsprechend haben wir heute nochmals zirka 180 Bilder aufgelegt, kombiniert vom kirchlichen und weltlichen Dorfgeschehen in Furschweiler“, erzählt Franz Rudolf Klos vom Kirchengemeinderat St. Anna im restlos besetzten Hiemeshaus.


Präsentiert wurde den Besuchern, was bei Recherchen auf den Spuren der Altvorderen zutage gefördert wurde. „Unsere Bürger haben bereitwillig alte Kisten und Kästen durchstöbert und die wiedergefundenen Fotografien zur Verfügung gestellt, die eingescannt und wieder zurückgegeben wurden“, sagt Klos. Hier werden Werner Wobedo, Oskar Schmitt und Richard Loch mit besonders vielen Bildern genannt.

Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte und Entwicklung des Dorfes und seiner Menschen. Ausführlich stellten sich die örtlichen Vereine in Bildern von früher und heute dar. Auch kirchliche Ereignisse wie beispielsweise Primiz, Fronleichnam, Hochzeiten, die Aufstellung der neuen Glocken, Bilder der alten Sakristei oder des Pastors Simon Wallers wurden gezeigt. Weitere Schwerpunkte der Bilderausstellung waren Bauernhäuser mit ihren Menschen, Arbeit auf Feld- und Flur. Das älteste Bild zeigte die Furschweiler Kirche vor 120 Jahren. „Und so sah unsere Hauptstraße vor mehr als hundert Jahren aus, steinig und holperig“, erinnert sich eine ältere Besucherin und zeigt auf ein Foto. „Und das ist die Weber Anni mit ihrem Kramladen“, fügt die Nachbarin hinzu.



„Die historischen Bilder stellen einen wichtigen Bezug zur Heimat dar. Der Wiedererkennungswert der eigenen Familie stärkt zudem die Verbundenheit mit dem Dorf“, sagt die Vorsitzende des Kirchbauvereins Christel John. „Und wenn dann noch darüber hinaus junge Menschen beim Betrachten der Bilder erkennen, wie schwer doch der Alltag ihrer Vorfahren war, wäre ein wichtiges Ziel dieser Fotoschau bereits erreicht.“

Während der Präsentation von Franz Rudolf Klos gab es weitere  Diskussionen, wer die Personen auf den alten Fotos waren und aus welchem Anlass, das eine oder andere Foto entstand. Furschweilers Ortsvorsteher Thomas Rein lobte das Engagement des Kirchbauvereins. „Ich will den Kirchbauverein weiterhin unterstützen. Denn es ist wichtig, die unter Denkmalschutz stehende Pfarrkirche St. Anna als Mittelpunkt des Dorfes zu erhalten“, sagt Rein. Am Nachmittag bestand auch die Möglichkeit, das Innere des Turmes der Pfarrkirche sowie die neue und alte Sakristei von St. Anna zu besichtigen und die erledigten Arbeiten zu begutachten.