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Freisen
Bei der Wehr steht der Bagger vor der Tür

Die Arbeiten sind bereits im Gang, die Toilettenanlage wurde abgerissen. Das Feuerwehrgerätehaus in Freisen wird saniert und erweitert.
Die Arbeiten sind bereits im Gang, die Toilettenanlage wurde abgerissen. Das Feuerwehrgerätehaus in Freisen wird saniert und erweitert. FOTO: Frank Faber
Freisen. In Freisen wird für 1,45 Millionen Euro das 40 Jahre alte Feuerwehrgerätehaus in einen modernen Zustand gebracht. Ein neues Löschfahrzeug soll noch kommen. Von Frank Faber

Das Freisener Feuerwehrgerätehaus wird für eine Summe von 1,45 Millionen Euro in drei Bauabschnitten nach dem Brandschutzbedarfsplan saniert und erweitert. Das Gebäude in der Burgstraße war in den Jahren 1977/78 errichtet worden. „Endlich steht der Bagger vor der Tür. Das Gerätehaus wird modernisiert, wir bekommen bessere Platzverhältnisse und dadurch können wir für uns die Sicherheit im Einsatzfall sicherstellen“, sagt Löschbezirksführer Jochen Becker.


Zuvor sei die Feuerwehr auch in die Planungsabläufe integriert gewesen. Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) zeigt sich beim symbolischen Spatenstich erleichtert. „Wir haben große Anstrengungen unternommen, um das Feuerwehrgerätehaus auf den Weg bringen zu können“, berichtet der Rathaus-Chef. Denn die bereitgestellte Summe für die Baumaßnahme werde den Finanzhaushalt der Gemeinde bis 2020 beschäftigen. „Die Maßnahme Feuerwehrgerätehaus stellt für die Gemeinde auf Jahre schwierigste finanzielle Zwangspunkte dar“, betont Scheer.

In Bauabschnitt eins wird die Gemeinde die energetische Sanierung gemäß dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz für finanzschwache Kommunen durchführen. „Es ist beabsichtigt, die energetische Sanierung des Bestandes zu realisieren“, teilt Scheer mit. Die Bruttobaukostensumme dafür wird vom Bürgermeister mit rund 416 000 Euro beziffert. Bereits abgerissen worden ist die Außen-Toilettenanlage, die im weiteren Bauverlauf wieder komplett neu angebaut wird und später zur öffentlichen Nutzung bei Veranstaltungen auf dem Mutziger Platz zur Verfügung steht. „Diese Maßnahme wird mit 90 Prozent der anrechenbaren Kosten gefördert“, sagt der Bürgermeister.



Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses sieht den Anbau einer neuen Fahrzeughalle für zwei Stellplätze mit höherem Tormaß vor. „Logistisch steht die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges für 200 000 Euro noch aus, doch das lange Warten auf das Fahrzeug hat sich für uns ausgezahlt“, freut sich Scheer über den kommenden Zuwachs von einem Tanklöschfahrzeug im Fuhrpark. Des Weiteren wird eine Atemschutzwerkstatt für alle Löschbezirke in der Gemeinde neu angegliedert. „Bedingt durch den Zusammenschluss der Wehren Freisen und Schwarzerden wurde der Bedarfszuweisungsantrag mit 60 Prozent gestellt“, erläutert der Verwaltungschef. Der Löschbezirk Schwarzerden ist im vergangenen November aufgelöst worden, zwei Feuerwehrleute und die Alterswehr sind nach Freisen gewechselt.

Für den Bau der Fahrzeughalle, die in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, fallen Kosten in Höhe von 673 800 Euro an. Im dritten Bauabschnitt (Kosten: 162 800 Euro), der aus haushaltstechnischen Gründen erst 2019 erfolgen kann, sind dann die Errichtung der Atemschutzwerkstatt samt Anbauten geplant. Im Verlauf der Vorbereitungen zum Baubeginn, so Scheer weiter, sei festgestellt worden, dass wegen der sehr schlechten Baugrundverhältnisse und anderweitigen Schwierigkeiten sowie behördlicher Forderungen Mehrkosten in Höhe von 180 000 Euro entstanden seien.

Symbolisch gab es jetzt den Spatenstich am Feuerwehrgerätehaus in Freisen mit Bürgermeister Karl-Josef Scheer (Mitte).
Symbolisch gab es jetzt den Spatenstich am Feuerwehrgerätehaus in Freisen mit Bürgermeister Karl-Josef Scheer (Mitte). FOTO: Frank Faber