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Es geht wohl gewittrig weiter

Während es vergangenen Donnerstag in fast ganz Deutschland blitzte und donnerte, blieb es im westlichen Saarland größtenteils trocken. Glück gehabt. So faszinierend Gewitter auch sein mögen, sie können auch gefährliche Ausmaße annehmen. So zog südlich von Schwerin eine Superzelle durch, also ein sehr großes und intensives Gewitter

Während es vergangenen Donnerstag in fast ganz Deutschland blitzte und donnerte, blieb es im westlichen Saarland größtenteils trocken. Glück gehabt. So faszinierend Gewitter auch sein mögen, sie können auch gefährliche Ausmaße annehmen. So zog südlich von Schwerin eine Superzelle durch, also ein sehr großes und intensives Gewitter. Am Südwestrand dieser Superzelle bildete sich in der Nähe des Ortes Plate ein Tornado, der dort sehr großen Schaden anrichtete. Es gibt auch eine eindrucksvolle Videoaufnahme dieser Naturgewalt, die auf dem Internet-Videoportal Youtube unter dem Stichwort "Tornado über Plate" zu finden ist. Wer allerdings von Gewittern als Naturschauspiel genauso fasziniert ist wie ich, der kann sich auf den morgigen Dienstag freuen. Während es heute noch meist sonnig und sommerlich heiß sein wird, zieht in der Nacht vom Ärmelkanal ein Tiefdruckgebiet auf, welches nach seiner Passage deutlich kühlere Luft nach Westdeutschland führt. Dieser Luftmassenwechsel geht erneut mit schweren, teils geradezu unwetterartigen Gewittern einher. Zwar nicht überall, aber vielerorts.Sollte jemand irgendwann einmal einen Tornado oder einen Funnel, also einen Wolkenrüssel, der nicht den Boden berührt, in einer Gewitterwolke aus sicherer Entfernung erkennen, sollte er sich nicht scheuen, den - soweit vorhanden - Fotoapparat oder die Videokamera in die Hand zu nehmen und das Naturschauspiel festzuhalten. Und bitte die Feuerwehr anrufen, auch wenn deren Eingriffsmöglichkeiten bei einem Tornado aufgrund seiner Kurzlebigkeit relativ gering sind! Eine Superzelle ist übrigens daran zu erkennen, dass im Kern des Gewitters ein abgesenkter, rotierender Wolkenbereich zu sehen ist, aus dem selber kein Niederschlag fällt. Aus dieser so genannten Wolkenbasis kann sich unter ganz bestimmten Umständen ein Tornadorüssel bis hinunter zum Erdboden ausbreiten. Also: Nicht nur zittern, sondern Augen auf bei Gewittern!