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Ärger um Turnhalle
Eine Wasserlache in der Liebenburghalle

In der Liebenburghalle steigt an diesem Samstag die Mallorca-Party. Sie ist durch den Wasserschaden nicht gefährdet.
In der Liebenburghalle steigt an diesem Samstag die Mallorca-Party. Sie ist durch den Wasserschaden nicht gefährdet. FOTO: Leistenschneider / SZ
Eisweiler. In der Eisweiler Turnhalle sind die Duschen undicht. Im Geräteraum darunter kommt das Wasser von der Decke. Nächste Woche rücken die Handwerker an. Von Christian Leistenschneider

Wasser tropft von der Decke, die Matten sind klatschnass, turnen kann auf denen niemand mehr. Eigentlich wollte Rolf Schreier am Montag wie jede Woche seine Trampolin-Gruppe in der Liebenburghalle in Eisweiler trainieren. Als er das Wasser sieht, greift er jedoch zum Telefon und ruft beim Namborner Bürgermeister an. Der soll sich umgehend um das Problem kümmern, fordert Schreier, der auch Vorsitzender des Turnvereins Liebenburg ist.



Das macht der Rathauschef auch. Am Mittwoch ist die Bauamtsleiterin Caroline Müller gemeinsam mit einem Sachverständigen der Sache auf den Grund gegangen. In drei von vier Duschräumen sind Armaturen, Fugen und Bodenabläufe undicht, lautet die Diagnose. Dadurch sammelt sich hinter der Wand Wasser, das an einem Rohr an der Decke des Geräteraums wieder austritt.

Die Mängel am Dichtungssystem bestehen wohl schon länger. In den vergangenen Wochen habe sich das Problem verschärft, da im Januar die Teilnehmer mehrerer Fußball-Turniere die Duschen in der Liebenburghalle besonders stark beansprucht hätten, vermutet der Hausmeister der Halle.

Die Gemeinde Namborn hat nun einen Sanitär- und Heizungsbauer beauftragt, die Dichtungen auszubessern. Sobald Fastnacht vorbei ist, soll er mit Arbeiten beginnen. „Wenn alles gut geht, könnten die Duschen Anfang März fertig sein“, sagt Müller.

Weil es sich nicht um einen Schaden an der Wasserleitung handele, sondern um Wartungsarbeiten, müsse die Gemeinde die Reparatur selbst bezahlen. Sonst wäre die Versicherung eingesprungen. Caroline Müller schätzt die Kosten auf etwa 1000 Euro pro Duschraum. „Das hängt jedoch davon ab, wie viele Arbeitsstunden tatsächlich anfallen.“ Die Versicherung springe aber womöglich ein, wenn die Turnmatten, die durch das Wasser in Mitleidenschaft gezogen wurden, dauerhaft unbrauchbar seien.

Rolf Schreier ärgert sich dennoch über den entstandenen Schaden. Für ihn war es nur eine Frage der Zeit, bis es soweit kommen würde.  „In diese Halle wird nichts investiert“, beschwert sich Schreier. Diesen Vorwurf weist Caroline Müller zurück. In den vergangenen Jahren sei unter anderem das Dach komplett erneuert und die Fassade gedeckt worden. Außerdem habe man einen weiteren Geräteraum angebaut. In diesem Jahr werde eine neue Lüftungsanlage für 255 000 Euro eingebaut. Die Kosten übernehme zu 90 Prozent das Land.

Während der Wasserschaden behoben wird, können die Bürger die Halle weiterhin nutzen, verspricht Caroline Müller. Zwei Duschkabinen sollen jederzeit gleichzeitig geöffnet sein. „Das reicht für den regulären Trainingsbetrieb und für das Februar-Turnier der Fußball-Junioren“, sagt der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Werner Alsfasser. Auch die Mallorca-Party an diesem Samstag in der Liebenburghalle ist nicht gefährdet.