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Ein klingendes Juwel wird 20 Jahre alt

Das Saxofon-Quartett mit (von links): S. Barth, J. Benzmüller, C. Fellerich und H. Ehrhardt. Foto: B & K
Das Saxofon-Quartett mit (von links): S. Barth, J. Benzmüller, C. Fellerich und H. Ehrhardt. Foto: B & K
Steinberg-Deckenhardt. Mit der Komposition "Einzug der Königin von Saba" von Georg Friedrich Händel leiteten vier Mitglieder des Sinfonischen Blasorchesters am Samstagabend in der Musikwerkstatt in Steinberg-Deckenhardt die Feier zu seinem 20. Geburtstag ein Von SZ-Mitarbeiter Gerhard Tröster

Steinberg-Deckenhardt. Mit der Komposition "Einzug der Königin von Saba" von Georg Friedrich Händel leiteten vier Mitglieder des Sinfonischen Blasorchesters am Samstagabend in der Musikwerkstatt in Steinberg-Deckenhardt die Feier zu seinem 20. Geburtstag ein. Das Quartett, bestehend aus Stefan Barth (Baritonsaxofon), Heike Ehrhardt (Altsaxofon), Jörg Benzmüller (Tenorsaxofon) und Catrin Fellerich (Sopransaxofon) überzeugte anschließend mit weiteren Darbietungen. Die teilweise filigranen Werke ließen die Besucher in der früheren evangelischen Kirche durch ein musikalisches Fenster in Richtung großes Orchester blicken, das sich in den 20 Jahren seines Bestehens als exzellenter Klangkörper einen Namen gemacht hat. Der Vorsitzende des Musikkreises St. Wendel im Bund Saarländischer Musikvereine, Franz-Josef Schlitter, sprach zwar von einer nicht leichten Geburtsstunde des Orchesters im Jahre 1990. "Sinfonische Blasmusik war damals nicht gerade der Renner", erzählte Schlitter und ging dann näher auf die Erfolgsgeschichte des Orchesters ein: "Die Musiker aus den Vereinen haben bei den Proben ihre Ideen eingebracht. Heute lässt das Orchester hören, welche Musik man mit Blasinstrumenten auch spielen kann." Es stehe zwar auf eigenen Beinen, aber es sei nicht einfach, es zu finanzieren. Zu den Spendern und Zuschussgebern sei jetzt auch ein Musikhaus in Saarbrücken gekommen. Der Kreisvorsitzende dankte besonders der Stadt St. Wendel, die das Sinfonische Blasorchester in ihren Kulturkalender aufgenommen habe. "Das Kind von 1990 ist erwachsen geworden und trotzdem jung geblieben", hob der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald hervor. "Die Initiatoren haben damals an ihre Idee geglaubt, und es hat sich gelohnt." Nach und nach hätten sich die besten Musiker zusammengefunden und bildeten jetzt einen Klangkörper, auf den der Landkreis stolz sei. Der Landrat gratulierte aber nicht nur dem Geburtstagskind, sondern auch den Musikvereinen im Landkreis. Sie hätten den Sprung geschafft, mit einer bunten Mischung an Literatur auch die Jugend für diese Musik zu begeistern. Das Sinfonische Blasorchester sei in den zurückliegenden Jahren zum Impulsgeber für die Musikvereine und selbst zu einem Juwel der Musik geworden.Nachdem das Projekt "Sinfonisches Blasorchester" in den ersten Jahren gemeinsam durch die Musikkreise St. Wendel und Neunkirchen umgesetzt worden war, beschränke es sich jetzt nur noch auf St. Wendel, hob Projektleiter Hartwig Neumann in seiner Festansprache hervor. Allerdings kämen die 110 Musiker im Alter zwischen 15 und 61 Jahren aus der ganzen Region. Aus ihnen werde das Orchester gebildet, das bei Auftritten 70 Akteure auf der Bühne habe. Hartwig Neumann erinnerte an die Anfänge mit dem ersten Dirigenten Horst Nagel. Ihm waren Stefan Kollmann und Eberhard Grün als Orchesterleiter gefolgt. Heute wird das Sinfonische Blasorchester von Stefan Barth geleitet, unterstützt durch den zweiten Dirigenten Bernhard Stopp. Eines der Ziele des Orchesters sei es, auch in Zukunft immer wieder Gastdirigenten zu finden. Über die Landesgrenzen hinaus sollen in nächster Zeit mehr Kontakte geknüpft werden.