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Online-Umfrage
Ein dickes Lob für das Ehrenamt

Homburg. Das Ehrenamt ist wichtig. Das sagen fast alle Teilnehmer der jüngsten SZ-Blitzumfrage. Viele Menschen sind selbst ehrenamtlich engagiert. Von Mathias Winters

Zum Tag des Ehrenamts am 5. Dezember hat die Saarbrücker Zeitung in ihrem Umfrage-Center einige Daten erhoben. Das zeitigt wie üblich kein repräsentatives Ergebnis, aber interessante Zahlen allemal. Oder wie sonst ist es zu verstehen, wenn 41 von 86 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeben, selbst ehrenamtlich tätig zu sein? Das sind 48 Prozent, eine beachtliche Zahl von Menschen, die etwas tun.


Was tun sie damit eigentlich? Wir wollten wissen, was so unter Ehrenamt verstanden wird, wobei Mehrfachnennungen möglich waren. „Tätigkeit für die Allgemeinheit in der Freizeit“, nennen 70 zutreffend (die meisten), aber mit „Einsatz für Soziales, Sport, Kultur oder Ähnliches“ (63) und „Übernahme von Funktionen in Vereinen und vergleichbaren Einrichtungen“ (64) können sich jeweils auch sehr viele anfreunden.

Sehr gering ist die Zahl der Teilnehmer, die das Ehrenamt unwichtig oder nicht so wichtig finden. Insgesamt findet das nur einer der Befragten. Als wichtig bewerten es dagegen mehr als ein Viertel der Leute (23/27 %) und als sehr wichtig fast drei Viertel (61/71 %). Leicht unterschiedlich ist die Wertschätzung der Bereiche. Größte Bedeutung wird (in dieser Reihenfolge absteigend) dem Sozialen, Feuerwehr und Rettungsdiensten  zugeordnet. Passabel schneiden Sport und Kultur ab, während die Politik auch hier einen schweren Stand hat.

Aber wie sieht es mit dem selbst etwas Machen aus? „Sind Sie ehrenamtlich tätig?“, wollten wir wissen und erhielten 41 (48 %) Ja- zu 45 (52 %) Nein-Stimmen. 58 Prozent der Aktiven sind im Vorstand, 22 Prozent bezeichnen sich als Helfer, 15 als Vorsitzende sowie keiner als Dirigent, Trainer und Ähnliches. Auf „Sonstige“ entfallen 22 Prozent. Da werden Doppelfunktionen, Schiedsmann, Aufsichtsrat und Flüchtlingsarbeit oder auch Tätigkeit in der Pfarrei genannt. Auf „bis zu drei Stunden pro Woche“ beziffern 34 Prozent ihr Engagement, auf „drei bis sechs Stunden pro Woche“  22 Prozent, 22 Prozent sagen auch „mehr als sechs“ Stunden, und 22 Prozent sind „seltener als durchschnittlich eine Stunde pro Woche“ im Einsatz.

Bei der Frage, ob die Anerkennung für das Engagement passt, geht die Tendenz zur Mitte. „Ja,wirklich angemessen“ sagen 9 Leute (10 %), „nein, überhaupt nicht angemessen“ 3 (3 %). 48  Prozent finden die Anerkennung „einigermaßen angemessen“ (41), und „eher nicht ganz angemessen“ 38 Prozent (33). Sie tun es also doch mehr aus Idealismus als für die Anerkennung.



Wer beim SZ-Umfrage-Center mitmachen möchte, muss sich nur einmalig registrieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.

Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren und Rettungskräfte wird hoch geschätzt. Das ergab die SZ-Blitzumfrage zum Ehrenamt. Dieses Archiv- und Symbolbild zeigt Jugendfeuerwehren bei einem Wettkampf in Mühlheim.
Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren und Rettungskräfte wird hoch geschätzt. Das ergab die SZ-Blitzumfrage zum Ehrenamt. Dieses Archiv- und Symbolbild zeigt Jugendfeuerwehren bei einem Wettkampf in Mühlheim. FOTO: Roland Holschneider / dpa