| 20:58 Uhr

SR-Ferien-Open-Air
Die Premiere in St. Wendel ist geglückt

Dicht gedrängt sorgten tausende Besucher für gute Stimmung beim Ferien-Open-Air im Bosenbachstadion.
Dicht gedrängt sorgten tausende Besucher für gute Stimmung beim Ferien-Open-Air im Bosenbachstadion. FOTO: B&K / Bonenberger/
St. Wendel . Tausende Besucher haben an Freitag beim ersten SR-Ferien-Open-Air im Bosenbachstadion ausgelassen gefeiert. Die Stimmung war prima, die Einsatzkräfte gut vorbereitet. Von Frank Faber

Die Kreisstadt St. Wendel gibt sich zu Beginn der Sommerferien im „Jugendstil“. Gruppenweise treffen schon am Vormittag Schüler am Bahnhof ein, zehn Bundespolizisten haben an den Bahnsteigen alles im Auge. Zielort der Jugendlichen ist das Bosenbachstadion, dort steigt erstmals das SR-Ferien-Open-Air. „Wir haben auch Kollegen in den Zügen, denn die Sicherheit bei der An- und Abreise der Jugendlichen, ist uns sehr wichtig“, erläutert Dieter Schwan, Sprecher der Bundespolizei in Bexbach.


Kurz darauf nickt Thomas Vogt, Chef des Ordnungsamtes der Kreisstadt an der Ampelanlage in der Werschweilerstraße zufrieden mit dem Kopf und meint: „Bislang läuft es gut. Mit dem Gros der Besucher rechnen wir ab 13 Uhr und später“. Alle Kreuzungen auf dem geraden Weg über die Bahnhof- und Wendalinusstraße zum Bosenbachstadion hat er noch mal abgefahren und kontrolliert. Am Veranstaltungsgelände sind die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit ihrem Cateringmobil seit 8 Uhr im Einsatz. 200 Menschen, die hinter den Kulissen arbeiten und für das Gelingen des Festivals Dienst schieben, müssen vom DRK mit Essen versorgt werden.

Immer mehr Besucher kommen, die Freiluftveranstaltung brummt: Dafür sorgt Eröffnungssänger Lukas Rieger mit seinen beiden Tänzern. 3100 Jugendliche feiern zu diesem Zeitpunkt schon den Auftritt vor der Bühne, meldet die veranstaltende Stadt St. Wendel. Immer mehr kommen hinzu.



„Es läuft rund“, meint Marco Ames, Festival-Polizeisprecher. Stündlich kommen die Hilfsorganisationen, Polizei und Veranstalter in der Gesamteinsatzstelle zur Lagebesprechung zusammen. „Es ist eine Generalprobe, wir spielen uns für den Samstag ein, dann ist noch mehr los“, weiß Markus Tröster, der Ortsbeauftragte des St. Wendeler Technischen Hilfswerks (THW). Beim Auftritt der Fantastischen Vier werden an diesem Samstag 15 000 Hip-Hop-Fans erwartet. Alle rund 100 Helfer, so ergänzt Tröster, seien im Betriebsmodus.

Genau wie die Riegelsberger Sängerin Caro B mit Band bei ihrer Deutschpop-Show. Und das vom ersten Ton an. Wie seinerzeit, als internationale Musikikonen namens Rod Stewart, Joe Cocker, Jeff Healey oder Rory Gallagher etwas rockiger die Konzertbesucher im Bosenbachstadion unterhalten haben, sitzen nun Jungs und Mädels gut gelaunt auf der grünen Wiesentribüne. Und der Zustrom hält an. Insgesamt 10 000 Gäste verschiedener Altersklassen haben gegen 17 Uhr die entspannte Musikfete mit integriertem Funpark erreicht.

Im Funpark haben die Schüler die Wahl bei verschiedenen Mitmachaktionen. Wer hoch hinaus will, kann an einem Seil Kisten stapeln. Künstlerisch können sich Besucher beim Stand des Hauses der Jugend St. Wendel austoben. „Die Kids haben eine große Leinwand gebaut“, berichtet Corinna Christmann. Diese ziert der Schrift SR-Open-Air St. Wendel. Rundherum dürfen sich die Jugendlichen mit viel Farbe verewigen. „Vielleicht unterschreiben ja auch noch einige der Künstler“, hofft Christmann.

19 Uhr, Lagebesprechung der Einsatzkräfte. Martin Klees, Einsatzleiter des THW, sagt bis zu diesem Zeitpunkt: „Eine entspannte Veranstaltung.“

Auf der Hangwiese haben es sich viele Besucher gemütlich gemacht und verfolgen das Programm auf der Bühne.
Auf der Hangwiese haben es sich viele Besucher gemütlich gemacht und verfolgen das Programm auf der Bühne. FOTO: Frank Faber
Im Funpark konnten die Besucher auch kreativ sein und eine Leinwand mit Graffiti besprühen, eine Idee des Hauses der Jugend.
Im Funpark konnten die Besucher auch kreativ sein und eine Leinwand mit Graffiti besprühen, eine Idee des Hauses der Jugend. FOTO: Evelyn Schneider
Stündlich setzen sich die Einsatzkräfte zusammen, um die aktuelle Lage zu besprechen.Bis Redaktionsschluss läuft es entspannt.
Stündlich setzen sich die Einsatzkräfte zusammen, um die aktuelle Lage zu besprechen.Bis Redaktionsschluss läuft es entspannt. FOTO: Frank Faber