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50-jähriges Bestehen
Seit 50 Jahren in St. Wendel daheim

St. Wendels Bürgermeister Peter Klär gratulierte Christine Feld und Andreas Backes zum 50. Geburtstag der St. Wendeler Commerzbank-Filiale.
St. Wendels Bürgermeister Peter Klär gratulierte Christine Feld und Andreas Backes zum 50. Geburtstag der St. Wendeler Commerzbank-Filiale. FOTO: Thorsten Grim
St. Wendel. Ein halbes Jahrhundert im Dienste ihrer Kunden feierte jetzt die Commerzbank-Filiale in St. Wendel. Das Haus zählt heute 4700 Privatkunden. Von Thorsten Grim

Prickelnder Crémant statt trockener Schecks und leckere Häppchen statt schlichter Überweisungsaufträge – großer Bahnhof war jüngst in der St. Wendeler Commerzbank-Filiale angesagt. Schließlich feiert man einen solchen Tag „nur einmal oder nie“, wie es Andreas Backes, seit kurzem stellvertretender Leiter der Bank-Filiale, in seiner Begrüßungsrede formulierte. Mit dem einmaligen Feiertag wurde das 50-jährige Bestehen des Bankhauses begangen. Und dazu hatte man sich Gäste geladen: neben St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU) waren sowohl etliche ehemalige Mitarbeiter als auch einige Kunden der ersten Stunde gekommen.


1968 öffnete die St. Wendeler Filiale in der Bahnhofstraße 14 erstmals ihre Schalter. „Am aufstrebenden Wirtschaftsstandort wollte man, neben Geschäftskunden, zunehmend auch Privatkunden ansprechen“, erzählt dazu Ulrike Eisenacher, Commerzbank-Sprecherin für die Region Mitte, zu der auch das Saarland zählt. Große Schaufenster, Leuchtbänder und eine Einrichtung aus Teakholz sollten in St. Wendel seinerzeit eine helle und freundliche Atmosphäre vermitteln, ein Tag- und Nachttresor Ein- und Auszahlungen auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten ermöglichen. Die Leitung des sechsköpfigen Teams hatte Bernd Diesel.

Im Zuge ihrer europäischen Bank-Kooperation legten die Commerzbank und die französische Crédit Lyonnais ihre saarländischen Filialen 1974 in der gemeinsamen Tochtergesellschaft „Commer-Credit-Bank AG Europartner“ zusammen, wie der Chronik der St. Wendeler Bank zu entnehmen ist. Und auch über der Filiale in St. Wendel prangte in der Folge ein neuer Schriftzug. Seit 1994 firmiert die Filiale – nachdem die Commerz-Credit-Bank in den Mutterkonzern eingegliedert wurde – schließlich unter dem Namen Commerzbank AG.



Bereits Jahre zuvor, nämlich 1980, hatte sich gezeigt, dass die Filiale in der Bahnhofstraße den Anforderungen eines stark ausgeweiteten Geschäfts nicht mehr genügte. Es musste neuer Raum geschaffen werden. Einen guten Steinwurf von der alten Filiale entfernt, fiel die Wahl auf einen Neubau des Architekten Manfred Neu am Schloßplatz 2. „Ein modernes Innenleben war dort mit einer stilgetreuen Rekonstruktion der historischen Fassade verbunden worden“, lässt Eisenacher die Vergangenheit Revue passieren. Am 3. Mai 1982 eröffnete demnach die neuen Geschäftsräume, „gleichzeitig führten wir die integrierte Kundenberatung ein“. Anstelle eines klassischen Bankschalters gab es nun sogenannte Beratungslandschaften mit Einzeltischen für eine individuelle Kundenbetreuung.

1990 wurde die Filiale erneut erweitert. Die Büro- und Kundenräume verdoppelten sich nach Angaben der Bank auf 500 Quadratmeter und trugen damit dem erneut gestiegenen Geschäftsbetrieb Rechnung.

„Auch im vergangenen Jahr standen die Zeichen für die Commerzbank St. Wendel auf Wachstum“, berichtet die Commerzbank-Sprecherin, „netto konnten am Standort 225 neue Kunden gewonnen werden.“ Mit Geld- und Einzahlautomat, Service-Terminal und Kontoauszug-Drucker sei die Filiale heute banktechnisch auf dem neuesten Stand.

Rechnet man die 225 Netto-Neukunden hinzu, betreut die Commerzbank in der nordsaarländischen Kreisstadt 4700 Privatkunden. „Das Privatkundengeschäft ist das klassische Geschäft unserer Bank vor Ort“, erklärt Christine Feld, die seit 1. September die St. Wendeler Filiale leitet. Damit hat sie Andreas Backes abgelöst, der zuvor die Geschicke der Bank leitete. Backes ist nun Felds Stellvertreter. „Damit hat unsere Filiale wieder mehr Beratungsqualität, da Herr Backes zuvor doch viel Zeit auf die Leitungsaufgaben verwenden musste“, sagte Feld. „Ich bin sehr froh, ihn hier in der Filiale zu haben.“ Sie selbst leite nicht nur die Filiale in St. Wendel, sondern auch die in Homburg und St. Ingbert. „Somit halten wir an unserem Filialnetz fest, können aber bedarfsgerechter agieren“, erklärt die Filialleiterin. Beispielsweise könnten Mitarbeiter der einen Filiale bei Bedarf in einer der beiden anderen aushelfen.

So wie bei der Feier zum 50., als je eine Mitarbeiterin aus Homburg und St. Ingbert die St. Wendeler Kollegen unterstützten. „In einer wunderschönenen Umgebung“, schwärmte die 49-jährige Feld vom St. Wendeler Land. Sie selbst stamme aus Heusweiler „und kenne St. Wendel als Stadt, in der immer etwas los ist – sportlich, kulturell und auch die Märkte sind ja bekanntermaßen toll“.