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ÖPNV
Busverkehr kostet den Landkreis deutlich mehr

St. Wendel. Immer mehr Fahrten zu den Schulen machen den ÖPNV zum millionenschweren Zuschussgeschäft. Von Volker Fuchs

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im St. Wendeler Land ist für den Landkreis ein millionenschweres Zuschussgeschäft. So muss der Kreis in diesem Jahr 2,33 Millionen Euro zuzahlen, damit die Busse in der Region fahren können. Das sind 932 000 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Im Wesentlichen sei dieser Anstieg auf zunehmende Fahrten beim Schülerverkehr von und zu den Schulen im Kreis zurückzuführen, sagte Landrat Udo Recktenwald in der Kreistagssitzung. Auch Umleitungen wegen Baustellen führten zu höheren Kosten. Zudem seien die Einnahmen geringer als erwartet. Die Erhöhung sei nachvollziehbar, sagte für die CDU-Fraktion Stefan Spaniol: „Wir leisten uns ein gutes Angebot.“ Die finanzielle Belastung steige deutlich, sagte für die SPD-Fraktion Magnus Jung: „Wir haben den ÖPNV, den wir uns leisten können, aber nicht den, den wir uns wünschen.“


Den Wirtschaftsplan des Kreisverkehrs- und Infrastrukturbetriebes St. Wendel beschloss der Kreistag in der jüngsten Sitzung einstimmig. Ebenso den Haushaltsplan des Kultur- und Bildungsinstitutes, unter dessen Dach auch die Kreisvolkshochschule und die Musikschule geführt werden.