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Fastnacht
Stuttgarter Konfetti-Verbot lässt Saar-Narren eher kalt

Konfetti ist beim Stuttgarter Umzug am Fasnetsdienstag (Faasenddienstag) tabu.
Konfetti ist beim Stuttgarter Umzug am Fasnetsdienstag (Faasenddienstag) tabu. FOTO: David-Wolfgang Ebener / dpa
Stuttgart/Saarbrücken . Sie können alles, außer Hochdeutsch – und offenbar außer Fastnacht. Von Frauke Scholl
Frauke Scholl

Sie können alles, außer Hochdeutsch – und offenbar außer Fastnacht. Alarm bei den Schwaben: Die Landesregierung verbietet dem Stuttgarter Umzug am Fasnetsdienstag (Faasenddienstag), Konfetti zu werfen. Zumindest auf knapp 100 Metern am Schlossplatz gilt das Verbot. Begründung: Das historische Pflaster dort ist nur (zu) teuer zu reinigen. Also schnipselfrei und Spaß dabei.


Kein Einzelfall. Auch in Düsseldorf herrscht Konfetti-Bann, wegen Rutschgefahr. Muss also auch das Saarland handeln? „Ach Gott“, entfährt es dem Chef der Saar-Karnevalisten, Hans-Werner Strauß. Als früherer Leiter eines Bauhofs wisse er zwar auch, dass Konfetti der Stadtreinigung keine Gaudi macht. Aber mit dem generellen Hang zum Verbieten „muss auch mal Schluss sein“. Konfetti sei bei Saar-Umzügen zudem gar nicht so in Mode. Anders Guddsje, die ja als Wurfgeschosse noch viel riskanter sind. Aber keine Angst. Für die Vereine gebe es Richtlinien zum besonnenen Werfen. Alleh hopp dann.