Streit im Ortsrat: Wie nachhaltig ist das Sportplatz-Projekt?

St. Ingbert/Oberwürzbach. Der Sportplatz-Neubau, den das Oberwürzbacher Gremium mit höchster Priorität versehen hat, ist wie berichtet im Entwurf der Verwaltung für den Doppelhaushalt 2011/12 nicht vorgesehen. Die Argumente für das Streichen dieses Projektes konnte insbesondere Swen Sauer nicht nachvollziehen

St. Ingbert/Oberwürzbach. Der Sportplatz-Neubau, den das Oberwürzbacher Gremium mit höchster Priorität versehen hat, ist wie berichtet im Entwurf der Verwaltung für den Doppelhaushalt 2011/12 nicht vorgesehen. Die Argumente für das Streichen dieses Projektes konnte insbesondere Swen Sauer nicht nachvollziehen. Der Sprecher der SPD-Fraktion: "Wer so viel vom demographischen Wandel spricht, muss doch die Lage in Oberwürzbach sehen: Nachdem es in unserer Schule keine Einschulung mehr gibt, soll nun auch der größte kulturtreibende Verein im Ort keine Zukunft mehr haben."Nicht zuletzt kritisierte Sauer das in der Stadt vorliegende Sportplatz-Gutachten. Dort würde dem jetzigen Sportplatz eine Lebensdauer von gerade mal noch drei Jahre gegeben, was Konsequenzen fordere. Zudem erbat Sauer von der Stadtverwaltung klare Aussagen, was den das Sportplatz-Gutachten für ein Ziel verfolge. "Sollen Spielgemeinschaften entstehen oder will man generell den SVO nicht?", fragte er.

Solchen Vermutungen widersprach Stadt-Kämmerer Dieter Detemple. Aber auch der Ortsrat müsse akzeptieren, dass wer heute Kosten verursache, diese auch decken müsse. Zudem müsse man fragen: Ist ein solcher Sportplatz nachhaltig? Detemple: "Selbst wenn den 18-prozentigen Eigenanteil des Vereins abziehe, müsste die Stadt für eine neuen Platz in Oberwürzbach noch rund 438 00 Euro schultern. Angesichts von 1,6 Millionen Euro als Gesamtinvestitionen für die Stadt, ist das kaum darstellbar."

Da allerdings auch Peter Weidmann, Ortsratsmitglied sowie Vorsitzender des SV Oberwürzbach, von der durch die Stadt jetzt benannten Neubausumme für einen Kunstrasen überrascht war, plädierte Ortsvorsteherin Lydia Schaar (CDU) dafür, dass sich Verein und Stadtverwaltung noch einmal zusammensetzen sollten. Das wird auch nötig sein, sprach sich der Ortsrat trotz der Einwände der Stadt einstimmig für den Neubau eines Kunstrasens in Oberwürzbach aus - mit Mitteln aus dem Doppelhaushalt 2011/12. schet

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