Streikende Benzinpumpe kostet Lauck die Führung

Streikende Benzinpumpe kostet Lauck die Führung

Dörsdorf. Bei vielen Autofahrern herrscht an der Tankstelle derzeit Rätselraten - wegen des Biosprits E 10. Rennfahrern geht es aber manchmal auch nicht viel besser. So wie Manuel Lauck. Auch der verstand die Welt nicht mehr so ganz, als sein Porsche 911 GT3 R plötzlich nur noch stotterte und dann ausrollte

Dörsdorf. Bei vielen Autofahrern herrscht an der Tankstelle derzeit Rätselraten - wegen des Biosprits E 10. Rennfahrern geht es aber manchmal auch nicht viel besser. So wie Manuel Lauck. Auch der verstand die Welt nicht mehr so ganz, als sein Porsche 911 GT3 R plötzlich nur noch stotterte und dann ausrollte.Dabei war alles so gut gelaufen beim Saisonauftakt der Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife. Von Platz zehn gestartet hatte sich Lauck mit einer furiosen Fahrt anfangs der zweiten Runde bis an die Spitze gekämpft - und diese mehr als eine Stunde lang verteidigt. Mit dem später siegreichen BMW M 3 der Werksfahrer Uwe Alzen (Betzdorf), Augusto Farfus (Brasilien) und Jörg Müller (Monaco) sowie dem Porsche 911 des Homburger Rennprofis Timo Bernhard im Schlepptau jagte Lauck durch die Grüne Hölle und bot den Fans einen begeisternden Kampf. Nach einer Stunde lag das Trio gerade mal eine Sekunde auseinander. Doch unmittelbar vor dem geplanten Fahrerwechsel rollte der Porsche aus - 150 Meter vor der Boxeneinfahrt. "Wir haben zuerst geglaubt, dass der Tank leer ist", schildert Lauck. "Nach einiger Zeit, als sich das vorhandene Rest-Benzin wieder gesammelt hatte, sprang das Auto wieder an und ich bin zur Box gefahren." Beim Nachtanken stellte sein Team fest: Eigentlich müssten noch sechs Liter im Tank sein. "Warum die Benzinpumpe, die nicht gezogen hat, ist uns ein Rätsel. Aber andere Teams hatten die gleichen Probleme", sagt Lauck. Besonders kurios: Timo Bernhard, der die Führung von Lauck geerbt hatte, rollte nur 50 Meter später ebenfalls aus. Antriebswelle abgerissen.

Lauck und sein Team verloren durch die Panne gut drei Minuten - und fielen auf Rang 14 zurück. Von dort kämpften sich der Lebacher und sein Münchner Teamkollege Michael Illbruck dann wieder auf Rang zehn vor. "Von dem Problem mit der Pumpe abgesehen, lief es besser als erwartet", sagt Lauck. So fuhr der Lebacher auch die drittschnellste Rennrunde. "Wir haben mal hochgerechnet: Ohne das Problem hätte es für Platz fünf gereicht", erzählt er. Aber vielleicht gelingt das ja beim Vier-Stunden-Rennen am 30. April. wip

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