Straße bleibt ein Zankapfel

Straße bleibt ein Zankapfel

Dudweiler. Leser-Reporter Christoph Hirsch ärgert sich über den Zustand der Straße "Am Gegenortschacht" in Dudweiler. Die Straße führt zum Ausflugs- und Touristenziel Brennender Berg und ist laut Hirsch in einem "erbärmlichen Zustand"

Dudweiler. Leser-Reporter Christoph Hirsch ärgert sich über den Zustand der Straße "Am Gegenortschacht" in Dudweiler. Die Straße führt zum Ausflugs- und Touristenziel Brennender Berg und ist laut Hirsch in einem "erbärmlichen Zustand". Er sieht den Grund dafür in der Tatsache, dass "weder die Stadt Saarbrücken noch Saarberg (RAG) noch der Forst sich für die Unterhaltung zuständig fühlen."Er berichtet: "Ursprünglich gehörte die Straße Saarberg, weil die Häuser alle dem Unternehmen gehörten und von Saarberg-Angestellten bewohnt wurden. Nachdem alle Grundstücke verkauft wurden, fühlte sich die Firma nicht mehr zuständig, aber leider auch sonst niemand." Prof. Dr. Hirsch erzählt sogar von einer Reisegruppe aus Wien, deren Busfahrer den Zustand der Straße beklagte: "Er hat seinen Bus den Gegenortsschacht hinaufgequält und war fast sprachlos. ,So ein berühmter Ort und so eine Straße', sagte er". Die Straße sei nicht nur voller Schlaglöcher und Geröll, sondern weise noch weitere Mängel auf: "Es gibt keinen Bürgersteig - weder rechts noch links. Deshalb sind alle Fußgänger gefährdet. Ich denke da besonders an die Kindergartengruppen und Schulklassen, die die Straße hinaufgehen, um den Brennenden Berg zu besuchen."

Die RAG hat bereits vorige Woche mit Arbeiten an der Straße begonnen. Die Pressesprecherin des Unternehmens, Annette Weinmann, erklärt die Besitzverhältnisse: "Der obere Teil ab dem Tennisplatz gehört der RAG. Hier haben wir mit Ausbesserungsarbeiten an der Wegedecke begonnen." Die übrigen Besitzer seien der SaarForst und der Allgemeine Sport Club Dudweiler (ASC).

Bei SaarForst gibt Volker Wild, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Auskunft: "Der SaarForst-Landesbetrieb ist als Miteigentümer zwar für die Verkehrssicherung mitverantwortlich, allerdings besteht keine Verpflichtung, diese Straße so instand zu halten, dass sie für eine Nutzung von Kraftfahrzeugen geeignet ist, weil es sich um keine gewidmete Straße handelt. Und weil diese Straße offensichtlich die einzige Zuwegung zu einigen Privathäusern ist, handelt es sich nach Auffassung des SaarForst-Landesbetriebes um eine Straße, für die die Unterhaltungslast bei der Stadt Saarbrücken liegt."

Daher habe SaarForst der Stadt die Straße bereits zum Kauf angeboten. Auch aus der Sicht des ASC handelt es sich beim Gegenortschacht um eine "quasi faktisch öffentliche Straße", sagt der Präsident des Clubs, Heinrich Biehl, weil auch Wandergruppen die Straße nutzen würden, um den Brennenden Berg zu besichtigen. Man habe sich mit einem Brief an den Bezirksbürgermeister von Dudweiler, Walter Rodermann, gewandt mit dem Anliegen, das Eigentum der Straße zu übertragen. Biehl: "Alle müssen an einen Tisch: Forst, Anwohner, die Stadt und RAG, um eine Lösung zu finden." Thomas Blug, Pressesprecher der Stadt Saarbrücken, sagt: "Generell ist es so, dass wir keine maroden Straßen übernehmen." Diese müssten dann von der Stadt angeschlossen und saniert werden. Laut Blug ist die Stadt dann dazu verpflichtet, die Kosten der Reparatur teilweise auf die Anwohner umzulegen.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von Leser-Reporter Prof. Dr. Christoph Hirsch aus Dudweiler. Haben auch Sie Spannendes oder Ärgerliches zu erzählen und sogar Fotos davon gemacht? Dann schicken Sie uns alles als Leser-Reporter per E-Mail an leser-reporter@sol.de oder über unser Onlineformular unter www.saarbrucker-zeitung.de/leserreporter.