1. Saarland

Stiftung mit 6000 Talern gegründet

Stiftung mit 6000 Talern gegründet

Wallerfangen. "Die Bedeutung von Adolphe de Galhau für Wallerfangen kann man nicht zu hoch einschätzen", sagte Peter Winter, Vorsitzender des örtlichen Vereins für Heimatforschung. Aber erst am vergangenen Freitag wurde auf der Adolphshöhe eine Info-Tafel enthüllt. Sie stellt die Bedeutung Galhaus (6. Februar 1814 bis 23

Wallerfangen. "Die Bedeutung von Adolphe de Galhau für Wallerfangen kann man nicht zu hoch einschätzen", sagte Peter Winter, Vorsitzender des örtlichen Vereins für Heimatforschung. Aber erst am vergangenen Freitag wurde auf der Adolphshöhe eine Info-Tafel enthüllt. Sie stellt die Bedeutung Galhaus (6. Februar 1814 bis 23. November 1889) mit Texten und Fotos dar und enthält eine Karte der Adolphshöhe. Möglich machte dies der Förderverein Sophienstiftung unter dem Vorsitzenden Dr. Carsten Schürfeld.Mit 6000 Talern wurde die Stiftung 1857 gegründet, sagte er in seiner Ansprache. Wesentliche Unterstützer des Projektes waren der Rotary-Club Merzig-Saarlouis, die Limberg-Apotheke Wallerfangen sowie der Verein für Heimatforschung und die Gemeinde Wallerfangen.

Das Landesdenkmalamt genehmigte die Aufstellung der Tafel, die vom Bauhof der Gemeinde ausgeführt wurde. Unter den Anwesenden waren Vertreter von Gemeinde- und Ortsrat, der ehemalige Bürgermeister Erwin Müller und der aktuelle Verwaltungschef Günter Zahn. Aber auch Claude Villeroy de Galhau, der den Namen des kinderlos gebliebenen Adolphe de Galhau weiterträgt. Wesentliche Informationen für die Tafel hat Rainer Darimont zusammengestellt. Demnach setzte Adolphe de Galhau Neuerungen vielfach durch, in dem er sie aus seinem Privatvermögen unterstützte. Dazu gehörte beispielsweise der finanzielle Beitrag zum Bau der heutigen Pfarrkirche. Ein weiteres großes Projekt war die Sophienstiftung mit Waisen- und Krankenhaus.

Auf der Adolphshöhe ließ Adolphe de Galhau Schulhäuser errichten und ein stattliches Rathaus für Wallerfangen. Bei der Einweihung des Ensembles 1876 galt es als einzigartig in weitem Umkreis und als städtebaulich sowie architektonisch mustergültig. Rathaus und Schulgebäude vermachte Galhau sieben Jahre vor seinem Tod der Sophienstiftung. Sie vermietete die Gebäude an die Gemeinde und finanzierte so wohltätige Aufgaben der Stiftung. 1937 drohte durch nationalsozialistische Bestrebungen die Enteignung. Um das Schlimmste zu verhindern, übertrug der Stiftungsrat das Ensemble der Gemeinde. Seither ist es deren Eigentum.