Stetig gegen Rassismus

Stetig gegen Rassismus

Saarbrücken. Das neueste Projekt des NDC Saar nennt sich "ToR! - Team ohne Rassismus". Es startete bereits vor dem zehnjährigen Jubiläum des Netzwerkstandortes in Saarbrücken, welches offiziell am 19. August stattfindet

Saarbrücken. Das neueste Projekt des NDC Saar nennt sich "ToR! - Team ohne Rassismus". Es startete bereits vor dem zehnjährigen Jubiläum des Netzwerkstandortes in Saarbrücken, welches offiziell am 19. August stattfindet. Es richtet sich an Vereine, die sich in Kooperation mit dem NDC nachhaltig gegen Diskriminierung, Rassismus, menschenverachtendes Verhalten und für Zivilcourage einsetzen.Mike Kirsch ist seit zwei Jahren Vorsitzender des NDC Saar. 2010 trat er die Nachfolge von Holger Meuler an, der zuvor acht Jahre den Vorsitz des Netzwerks innehatte, welches zum größten Teil von jungen Menschen getragen wird. Beim neuesten Projekt kann sich Kirsch über die Unterstützung der "Aktion Mensch" freuen, die "Team ohne Rassismus" für einen Zeitraum von drei Jahren fördert. "Es ist natürlich immer eine Herausforderung, das Netzwerk mit finanziellen Mitteln zu erweitern und das Bestehen weiter zu sichern. Auch wenn das Saarland in Sachen Jugendarbeit gut aufgestellt ist", erklärt der Vorsitzende.

Das NDC verteilt sich über insgesamt elf Bundesländer. 1999 entstand das Projekt zunächst in Sachsen. Noch heute hat die Bundesgeschäftsstelle ihren Sitz in Dresden. Schnell wurde allerdings klar, dass der Rassismus nicht nur im Osten Deutschlands ein Problem darstellt. Daraufhin entstanden nach und nach die weiteren Landesverbände.

Finanziert werden die verschiedenen Projekte durch Spenden und Förderer. Das NDC Saar besteht aus verschiedenen Mitgliedsverbänden, wie dem Deutschen Gewerkschaftsbund Jugend Saar, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend Saarland oder dem Bildungswerk Saarland Arbeit und Leben. Hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten hier Hand in Hand.

Verschiedene Projekttage werden regelmäßig von allgemeinbildenden Schulen gebucht. "Zwei von uns ausgebildete Mitarbeiter gehen an die Schulen. Die Schüler werden für diese Zeit vom Unterricht freigestellt. Die Projekte sind in mehrere Phasen aufgeteilt. Das geht von der Entstehung von Vorurteilen über Rassismus, Migration bis hin zum couragierten Handeln", gibt Kirsch einen Einblick.

In den vergangenen zehn Jahren veranstaltete das Netzwerk 363 Projekttage, davon 55 im vorigen Jahr. Insgesamt 7000 saarländische Schüler nahmen bereits teil. Auch in Zukunft will das Projekt junge Menschen weiter zu zivilcouragiertem Handeln im Alltag motivieren. fess

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