1. Saarland

Steine und Mineralien

Steine und Mineralien

St. Wendel. "Steine und Mineralien im St. Wendeler Land" ist der Titel der Ausstellung, in der lokale Sammler in sonntäglichen Sonderausstellungen ihre Arbeit mit Steinen und Mineralien präsentieren. Am vergangenen Sonntag startete die Ausstellungsreihe in den Ausstellungsräumen der KulturLandschaftsInitiative St

St. Wendel. "Steine und Mineralien im St. Wendeler Land" ist der Titel der Ausstellung, in der lokale Sammler in sonntäglichen Sonderausstellungen ihre Arbeit mit Steinen und Mineralien präsentieren. Am vergangenen Sonntag startete die Ausstellungsreihe in den Ausstellungsräumen der KulturLandschaftsInitiative St. Wendeler Land auf dem Wendelinushof mit der Sammlung von Wilhelm Tholey aus Baltersweiler.Tholey hatte die beiden Großbaustellen "B 41" bei St. Wendel und "Industriegebiet Münzbachtal" bei Otzenhausen für den Aufbau seiner Sammlung mit Toneisensteinen ("Lebacher Eier") und Fossilien auf Papierschiefer genutzt. Wilhelm Tholey zeigte diesmal vorrangig Fossilienfunde auf Papierschieferplatten.

Die nächste Ausstellung ist am Sonntag, 10. Juli. Christof Keller aus Freisen zeigt Freisener Achate. Auch bei ihm fing alles mit einem Straßenbau an. Als 1972 bei Freisen die Autobahn gebaut wurde, stieß er mehr zufällig auf eine Gruppe von Edelsteinsammlern. Der große Autobahntrasseneinschnitt zwischen Freisen und dem Hellerberg hatte Sammler aus allen Teilen der Republik angezogen. Er kam ins Gespräch und begann sich für die Edelsteine zu interessieren. In der Folgezeit suchte er selbst im Bereich der Autobahntrasse, später auf den Äckern und im damals noch aktiven Steinbruch am Hellerberg. Langsam stellten sich erste Erfolge ein. Die ersten Funde konnte er mit Unterstützung eines privaten Sammlers aufarbeiten. Später ließ er die gefundenen Steine in Idar-Oberstein bearbeiten.

Als Christof Keller mit ein paar anderen Sammlern auf zwei von Otto Werle "Grotten-Otto" organisierten Veranstaltungen zu Gunsten der Aktion Sorgenkind die aufbereiteten Achate erfolgreich verkaufen konnte, haben sich diese zusammengesetzt und 1980 den Mineralienverein Freisen gegründet. Seit 1982 führt Keller ununterbrochen die Vereinskasse. Eine große Anstrengung war die Gründung des Mineralienmuseums 1993. Mit Hilfe eines Darlehens ist es gelungen, diese Projektidee erfolgreich umzusetzen. Ein weiterer Entwicklungsschritt folgte 2006 im Rahmen des Leader-Programms "St. Wendeler Land steinreich": es wurde im Mineralienmuseum ein Bearbeitungsraum eingerichtet, in dem Steine geschnitten und geschliffen werden können. Und in diesem Jahr folgte der Achatwanderweg, der mit Unterstützung des Mineralienvereins realisiert wurde. red