1. Saarland

Steinbergs roter Platz wird grün

Steinbergs roter Platz wird grün

Steinberg-Deckenhardt. "Steinberg wird grüner." "Hoffentlich nicht", kommentierte Detlef Puff augenzwinkernd Hermann Scharfs, CDU-Fraktionschef, Hinweis auf den Naturrasenplatz, den der SV Steinberg-Deckenhardt bauen will. Dabei ist SPD-Fraktionsmitglied Puff in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag nicht gegen grünen Rasen für den SV

Steinberg-Deckenhardt. "Steinberg wird grüner." "Hoffentlich nicht", kommentierte Detlef Puff augenzwinkernd Hermann Scharfs, CDU-Fraktionschef, Hinweis auf den Naturrasenplatz, den der SV Steinberg-Deckenhardt bauen will. Dabei ist SPD-Fraktionsmitglied Puff in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag nicht gegen grünen Rasen für den SV. Puff spielte auf die politische Farbenleere an und da hofft er, dass es in seinem Heimatort bei viel Rot, wenig Schwarz und sonst nichts bleibt.In Sachen Rasenplatz waren sich alle im Rat Anwesenden, Rote, Schwarze und der Grüne, einig: Der SV erhält aus der Gemeindekasse 60 000 Euro für den Umbau seines Hartplatzes zu einem Naturrasenplatz. Dieser Zuschuss ist an Auflagen geknüpft, wie das auch beim Zuschussantrag der SF Güdesweiler war.

So wird die Gemeinde Oberthal mit dem SV einen Erbbaurechtsvertrag abschließen, der 30 Jahre läuft. Mit Vertragsabschluss laufen alle bestehenden Verträge zwischen der Gemeinde und dem Verein aus. Auch der Vertrag, in dem sich die ehemalige selbständige Gemeinde Steinberg-Deckenhardt verpflichtete, dem SV auf 50 Jahre das Wasser für seine Anlage umsonst zu liefern. Dieser Vertrag wäre erst in 24 Jahren ausgelaufen. Zudem muss der Verein die Kosten für den Bau einer neuen Wasserleitung tragen und auch die dafür notwendigen Verträge mit Grundeigentümern schließen. Für die Darlehen, die der Verein zur Finanzierung des Rasenplatzes aufnehmen muss, übernimmt die Gemeinde keine Ausfallbürgschaft. Eine Grundschuld auf das Grundstück kann der Verein nur dann eintragen lassen, wenn vertraglich gesichert ist, dass bei einer vorzeitigen Auflösung des Erbbaurechtsvertrages die Gemeinde keine Darlehen des Vereins begleichen muss. Der Gemeindezuschuss an den SV wird in sechs Jahresraten zu je 10 000 Euro fließen.

Mit der hervorragenden Jugendarbeit des Sportvereins und der Gleichbehandlung mit anderen Vereinen begründete Hermann Schaft die Zustimmung seiner Fraktion. Zudem seien dem Verein bereits 30 000 Euro für die dringend notwendige Sanierung seines Hartplatzes zugesagt worden.

"Es geht um Sein oder Nichtsein des Vereins", sagte Detlev Puff die Zustimmung der SPD-Fraktion zu, die die Pläne des Vereins schon immer unterstützt habe. Die für die Sanierung des Hartplatzes vorgesehenen 30 000 Euro hätten aus seiner Sicht ohnehin nicht ausgereicht. Da der alte Wasservertrag auslaufe, spare die Gemeinde alles in allem mit dem neuen Vertrag sogar Geld.