Standortbestimmung vor dem Saisonstart

St. Wendel. Mit dem Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen und dem Drittliga-Aufsteiger 1. FC Saarbrücken kommen am Samstag, 17. Juli, um 14 Uhr zwei Vereine ins St. Wendeler Stadion am Sportzentrum, auf die die Bezeichnung "Traditionsvereine" ohne Einschränkung zutrifft

 Voller Einsatz: Markus Fuchs absolviert mit dem FCS das letzte Testspiel vor dem Saisonstart in St. Wendel. Foto: Wieck

Voller Einsatz: Markus Fuchs absolviert mit dem FCS das letzte Testspiel vor dem Saisonstart in St. Wendel. Foto: Wieck

St. Wendel. Mit dem Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen und dem Drittliga-Aufsteiger 1. FC Saarbrücken kommen am Samstag, 17. Juli, um 14 Uhr zwei Vereine ins St. Wendeler Stadion am Sportzentrum, auf die die Bezeichnung "Traditionsvereine" ohne Einschränkung zutrifft. Aachen spielte zuletzt in der Saison 2006/07 in der ersten Bundesliga, nahm in dieser Spielzeit auch am Uefa-Cup teil und konnte sich sogar für das Sechzehntelfinale qualifizieren. Die Saarbrücker Bundesliga-Tage liegen zwar schon etwas länger zurück (zuletzt 1992/93), aber die Malstatter haben unter Dieter Ferner zwei Meistertitel in Folge errungen und den Durchmarsch von der Oberliga in die dritte Liga geschafft. "Mit Aachen haben wir einen hochkarätigen Gegner gewonnen. Das Spiel wird für meine Mannschaft eine Woche vor dem Saisonstart eine echte Standortbestimmung sein", sagte FCS-Trainer Jürgen Luginger im Rahmen einer Pressekonferenz. Die Veranstalter rechnen mit mehreren Tausend Besuchern. Sowohl Aachen als auch der FCS werden neben zahlreichen neuen Spielern auch mit neuen Trainern in die kommende Runde starten. Während der 1. FC Saarbrücken gezwungenermaßen auf Erfolgstrainer Dieter Ferner aufgrund einer fehlenden Lizenz verzichten muss, hat im neuen Aachener Tivoli-Stadion ab sofort Peter Hyballa (34) das Sagen. Der Vertrag mit Michael Krüger, mit dem die Alemannen die Rückrunde bestritten und auf Rang 13 landete, wurde nicht verlängert. Krüger war zu Beginn der Oberliga-Saison 2007/08 auch sechs Monate beim 1. FC Saarbrücken tätig. Die engste Verzahnung zwischen den drei beteiligten Vereinen FC St. Wendel, 1. FC Saarbrücken und Alemannia Aachen liefert jedoch Werner Fuchs (Foto: Hartung). Der am 11. Mai 1999 an einem Herzinfarkt verstorbene Trainer der Aachener bestritt beim FC St. Wendel seine letzte Saison als aktiver Spieler. St. Wendel war 1982/83 wie auch der FCS in der damals noch drittklassigen Oberliga. Fuchs, der am 10. Februar 1968 für den 1. FC Kaiserslautern sein einziges Bundesligaspiel (gegen Eintracht Braunschweig) bestritt, wechselte danach ins Trainergeschäft und war nach seinem ersten Engagement in Aachen in der Saison 1987/88 beim 1. FC Saarbrücken Trainer (zweite Liga). 1990 führte er Hertha BSC Berlin zum Bundesliga-Aufstieg und zum Ende der Regionalliga-Runde 1998/99 stand Aachen vor dem Aufstieg in die zweite Bundesliga, als Fuchs während eines Waldlaufes im Alter von 50 Jahren einem Herzinfarkt erlag. Die hohe Wertschätzung in Aachen beweist der Entschluss, ein neu erbautes Stadion für die zweite Mannschaft nach ihm zu benennen. Für den FCS ist das Testspiel die letzte Partie vor dem Start in die dritten Liga, die Malstatter werden also sicher das stärkste Aufgebot präsentieren, also auch die zweitligaerfahrenen Neuzugänge Martin Forkel (30, kam von TuS Koblenz) und Stephan Sieger (30, kam von Fortuna Düsseldorf). Aachen startet erst im August in die Zweitliga- Runde und macht auf dem Weg ins Trainingslager in St. Wendel Station. hfrEintrittskarten zum Preis von 8 Euro (ermäßigt 4 Euro) gibt es ab Donnerstag bei Sport Bies, Balduinstr. 44, St. Wendel, im Fan-Shop des 1. FC Saarbrücken in der Diskonto-Passage sowie an der Tageskasse. VIP-Tickets zu 50 Euro können beim FC St. Wendel per Mail (vorstand@fc-sanktwendel.de) bezogen werden.

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