Stadtrat: Koalitionsvereinbarung soll nächste Woche stehen

Stadtrat: Koalitionsvereinbarung soll nächste Woche stehen

Saarbrücken. Eine rot-rot-grüne Koalition im Saarbrücker Stadtrat wird immer wahrscheinlicher. Zwei Tage nach dem Auftakt der Koalitionsverhandlungen ist bei den beteiligten Fraktionen von "großen Übereinstimmungen bei den Sachthemen" die Rede

Saarbrücken. Eine rot-rot-grüne Koalition im Saarbrücker Stadtrat wird immer wahrscheinlicher. Zwei Tage nach dem Auftakt der Koalitionsverhandlungen ist bei den beteiligten Fraktionen von "großen Übereinstimmungen bei den Sachthemen" die Rede. Das bestätigten die Stadtrats-Fraktionsvorsitzenden Ralf Latz (SPD), Thomas Brück (Grüne) und Rolf Linsler (Die Linke) gestern gegenüber der SZ. Bei der Fortsetzung der Gespräche in der kommenden Woche wolle man bereits zur gemeinsamen Formulierung einer Koalitionsvereinbarung kommen, bestätigte Grünen-Chef Brück. Wenn noch Zeit bleibe, könnten dann bereits Personalentscheidungen getroffen werden. "Spätestens beim übernächsten Treffen muss aber Tacheles geredet werden", so Brück. Mit besonderer Spannung wird die Besetzung des Bürgermeister-Postens nach dem Auslaufen der Amtszeit von Kajo Breuer (Grüne) Ende des Jahres erwartet. Die Grünen wollen das Amt in jedem Fall besetzen - ob weiterhin mit Breuer, ließ Brück offen. SPD-Chef Latz und Linke-Vorsitzender Linsler lehnten Aussagen zu Personalfragen ab. Wegen "sehr großer Schnittmengen in den Sachfragen" geht Latz davon aus, dass die Verhandlungen erfolgreich verlaufen werden. "Wir wollen auf unserem Kreisparteitag am 25. September den Koalitionsvertrag beschließen", so Latz. Um welche Sachfragen es konkret in der ersten Verhandlungsrunde ging, halten die Fraktionsvorsitzenden bislang unter Verschluss. Lediglich Grünen-Chef Brück teilte mit, dass er eine Zustimmung zu wesentlichen Forderungen seiner Partei erhalten habe. Dazu gehöre etwa der Ausbau der Radinfrastruktur. Auch für die geforderte Stärkung des Zuwanderungs- und Integrationsbüros (ZIB) habe man von den anderen Fraktionen positive Signale erhalten, so Brück. Am Dienstag geht es in die zweite Verhandlungsrunde. jkl

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