Stadt und Reservisten schließen einen Vertrag

Saarlouis/Saarbrücken. Viel Schweiß haben sie für das Projekt vergossen: Die ehemaligen Soldaten der Reservistenkameradschaft Malstatt/Burbach, die sich seit Monaten um die Gräber der in den Kriegen gefallenen Kameraden auf dem Burbacher Waldfriedhof kümmern

 Bürgermeister Ralf Latz bei der Unterschrift. Mit dabei, von links, die Reservisten Wolfgang Mohr, Andreas Backes und Wolfgang Weißbrodt. Foto: Andreas Lang

Bürgermeister Ralf Latz bei der Unterschrift. Mit dabei, von links, die Reservisten Wolfgang Mohr, Andreas Backes und Wolfgang Weißbrodt. Foto: Andreas Lang

Saarlouis/Saarbrücken. Viel Schweiß haben sie für das Projekt vergossen: Die ehemaligen Soldaten der Reservistenkameradschaft Malstatt/Burbach, die sich seit Monaten um die Gräber der in den Kriegen gefallenen Kameraden auf dem Burbacher Waldfriedhof kümmern. Am Dienstag haben der Vorstand der Reservistenkameradschaft und die Stadtverwaltung ihre Kooperation mit ihrer Unterschrift im Offiziersheim in Saarlouis besiegelt.Für die Kameradschaft unterzeichnete der Ortsvereinsvorsitzende Andreas Backes, seines Zeichens Bootsmann der Reserve, für die Landeshauptstadt Bürgermeister Ralf Latz und Uwe Kunzler, Werksleiter des städtischen Friedhofs- und Bestattungsbetriebes (FBS).

Im September hatten sich die Reservisten erstmals auf dem Ehrenfeld des Waldfriedhofs zum Arbeisteinsatz getroffen. Sie haben die alten Grabsteine ausgebuddelt, um neue Fundamente zu gießen. Sie haben das Moos mühselig von den Steinen geschrubbt, die Kupferplatten vom Grünspan befreit. Manchen Stein hat die Witterung sogar gespalten, auch diese wurden wieder hergerichtet. General Eberhard Zorn ist Schirmherr der Patenschaft. Weil er ein "Burbacher Kind" ist, sei es ihm besonders leicht gefallen, die Schirmherrschaft zu übernehmen, als ihn der stellvertretende Vorsitzende der Kameradschaft, Wolfgang Weißbrodt, ein alter Schulkamerad, darum gebeten habe. Für den Verband Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) sprach der Landesvorsitzende Kurt Schoenen. Er ging auf die beim Einsatz in Afghanistan ums Leben gekommenen Kameraden ein: "Meiner Meinung nach haben sie Anspruch auf ein ewiges Ruherecht, dafür muss wenn es sein muss auch das Kriegsgräbergesetz geändert werden."

Kurt Schoenen ehrte auch den erfolgreichsten Spendensammler in Sachen Kriegsgräber des Saarlandes, den Obergefreiten der Reserve Wolfgang Mohr, der meist mit seinem eigenen Sammelergebnis schon dafür sorgt, dass die Reservistenkameradschaft Burbach/Malstatt auf Platz Eins liegt. Zum Lohn für seinen Fleiß wurde Mohr 2009 sogar zum damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler eingeladen. al

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