1. Saarland

Stadt- und Gemeinderat debattieren heute über Müllgebühren

Stadt- und Gemeinderat debattieren heute über Müllgebühren

Friedrichsthal/Quierschied. Im Gemeinderat sind hitzige Debatten beim Thema Müllgebühren zu erwarten. Nachdem der Rat zuletzt einstimmig gegen den vom Entsorgungsverband Saar (EVS) geplanten Gebührenentwurf votierte (wir berichteten), scheint nun die Front der Erhöhungsgegner zu bröckeln

Friedrichsthal/Quierschied. Im Gemeinderat sind hitzige Debatten beim Thema Müllgebühren zu erwarten. Nachdem der Rat zuletzt einstimmig gegen den vom Entsorgungsverband Saar (EVS) geplanten Gebührenentwurf votierte (wir berichteten), scheint nun die Front der Erhöhungsgegner zu bröckeln. Während Freie Wähler und Linke weiter gegen eine Erhöhung sind, wurde aus Reihen der CDU-Fraktion "Gesprächsbedarf" signalisiert. Bürgermeisterin Karin Lawall ist in jedem Fall an die Entscheidung des Gemeinderates gebunden, wenn sie die Gemeinde morgen bei der EVS-Verbandsversammlung vertritt.Im Stadtrat deutet sich eine Mehrheit gegen die EVS-Pläne an. Nach SZ-Informationen gibt es im Rat eine Fraktionen übergreifende Ablehnung. Einzig die SPD-Fraktion - oder zumindest einige Stadtverordnete daraus - will der geplanten Gebührenerhöhung zustimmen. Bürgermeister Rolf Schultheis ist in jedem Fall an die Mehrheitsentscheidung gebunden.

In Quierschied stehen noch weitere brisante Themen auf der Tagesordnung. So auch die künftige Ausgestaltung der Buslinie 175 von Illingen über Friedrichsthal, Sulzbach, Camphausen nach Saarbrücken. Sie war zum Jahreswechsel zum Streitfall zwischen Quierschied und Friedrichsthal auf der einen und Sulzbach auf der anderen Seite geworden (wir berichteten mehrfach). Nun will Busunternehmer Andreas Baron die Ergebnisse einer aktuellen Fahrgastzählung vorlegen und den daraus resultierenden Vorschlag für einen angepassten Fahrplan zur Diskussion stellen. Nach der Änderung der Friedhofsatzung und der damit verbundenen Gebührensatzung beschäftigen sich die Ratsmitglieder mit der Hundesteuer. Sie soll in Quierschied künftig 54 Euro für den ersten, 108 Euro für jeden weiteren Hund betragen. Die Hundehaltung wäre damit in Quierschied weiter günstiger als in den meisten Nachbarkommunen. In Merchweiler beträgt die Steuer 48 Euro (84 Euro für den zweiten Hund), in Sulzbach 54 (78) Euro und in Friedrichsthal 60 (120) Euro. cor/thf