1. Saarland

Stadt im Saarland gehört laut ADAC zu den schönsten Kleinstädten Deutschlands

Reiseempfehlung jenseits der Metropolen : „Schönste Kleinstädte Deutschlands“ vom ADAC gekürt – ein Ort im Saarland ist mit dabei

13 Orte haben es auf die Liste der „schönsten Kleinstädte Deutschlands“ geschafft, die der ADAC zusammengetragen hat. Dazu gehört auch eine saarländische Stadt – doch nicht alles, was der ADAC potentiellen Urlaubern erklärt, stimmt genau so.

In Pandemie-Zeiten muss der Urlaub auch mal innerhalb Deutschlands stattfinden – vielleicht sogar in der Region vor der eigenen Haustür? Städtereisen sind also angesagt. Doch es müssen nicht immer Berlin, Hamburg oder München sein! Manchmal kann es gerade abseits der großen Metropolen am spannendsten sein. Darum hat der ADAC die 13 „schönsten Kleinstädte Deutschlands“ gesammelt und vorgestellt. Neben Orten wie dem Bodensee-Städtchen Meersburg in Baden-Württemberg oder dem mittelfränkischen Rothenburg ob der Tauber hat es auch St. Wendel auf die Liste geschafft. Erst letztes Jahr erklärte das Geo-Magazin die Kreisstadt zu einer der zwölf deutschen „Städteperlen“.

Der ADAC erklärt im Überblick: St. Wendel ist „streng genommen keine Kleinstadt mehr, weil die Einwohnerzahl bereits die 20 000 überschritten hat“. Und tatsächlich: Laut Definition des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung ist die Kreisstadt mit ihren rund 25 000 Einwohnern eine sogenannte kleine Mittelstadt. Aber da drücken wir nochmal ein Auge zu: Man darf St. Wendel ruhig mal als „Kleinstadt“ bezeichnen – solange davor „schönste“ steht.

Bürgermeister Peter Klär freut sich: „Dass St. Wendel hier als eine von deutschlandweit nur 13 Städten gelistet ist, zeigt, dass unser Stadtmarketing überregional Beachtung findet und wir uns vor der Konkurrenz nicht zu verstecken brauchen. Nicht umsonst gilt St. Wendel als eines der touristischen Highlights der Großregion. Dafür arbeiten wir das ganze Jahr über hart.“

Der ADAC hebt vor allem die spätgotische Wendelinuskapelle mit dem Grab und den Reliquien des heiligen Wendelin, nach dem St. Wendel benannt ist, als „Top-Sehenswürdigkeit“ hervor. Überhaupt scheint die historische Altstadt es dem ADAC angetan zu haben – mit „Straßencafés und Restaurants, die zum Verweilen und Schlemmen einladen“. 

Aber auch das St. Wendeler Kulturangebot kommt im ADAC-Überblick nicht zu kurz. Ob die Formulierung „bekannt ist St. Wendel aber auch wegen seiner kulturellen Projekte“ eventuell ein wenig übertrieben ist, sei mal dahingestellt. Fest steht: Den ADAC-Autoren gefällt’s – auch wenn sie nicht ganz auf dem neuesten Stand sind. So sollen etwa das St. Wendeler Jazz-Festival und der internationale Wettbewerb der Straßenzauberer Besucher nach St. Wendel locken. Beide Veranstaltungen gehören zwar zweifelsfrei zu den Kultur-Höhepunkten in St. Wendel, doch die Jubiläumsausgabe des Jazz-Festivals fand bereits im September statt, und der Zauberer-Wettstreit musste coronabedingt ausfallen.

Doch die Wendelswoche mit Wendelsmarkt und Wallfahrt, die der ADAC empfiehlt, lockt noch immer Jahr für Jahr zahlreiche Pilger nach St. Wendel. Nachdem die Kirmes, die die Wallfahrt normalerweise begleitet, letztes Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, soll sie dieses Jahr vom 23. bis 31. Oktober wieder stattfinden – sogar mit Vergnügungspark auf dem Festplatz Bosenbach. Auch die Straße der Skulpturen, die es dem ADAC besonders angetan hat, gibt es natürlich trotz Corona noch zu sehen. Für den ADAC gehören die mehr als 50 bis zu neun Meter hohen Skulpturen, die den 25 Kilometer langen Wanderweg säumen, zu den „beeindruckendsten kulturellen Anziehungspunkten im Saarland“.

Die schönsten Kleinstädte Deutschlands beim ADAC.