Stadt erfüllt Wünsche der Bürger

Altenwald. Friedhöfe sind eigentlich ein Ort der Ruhe und Andacht. Besonders der Friedhof in Altenwald lädt wegen seiner Lage und seiner Gestaltung zum Verweilen ein. Doch in den vergangenen Tagen wurde die friedliche Ruhe immer wieder vom Brummen einer Rüttelplatte unterbrochen. Mitarbeiter des Baubetriebshofes pflasterten 40 Meter eines bergab führenden Hauptweges

Altenwald. Friedhöfe sind eigentlich ein Ort der Ruhe und Andacht. Besonders der Friedhof in Altenwald lädt wegen seiner Lage und seiner Gestaltung zum Verweilen ein. Doch in den vergangenen Tagen wurde die friedliche Ruhe immer wieder vom Brummen einer Rüttelplatte unterbrochen. Mitarbeiter des Baubetriebshofes pflasterten 40 Meter eines bergab führenden Hauptweges. Zuerst wurde das Stück ausgebaggert, die Randplatten gesetzt und mit Schotter aufgefüllt. Dann kamen Split und Pflastersteine. Das Stück ist bis auf wenige Restarbeiten fertig. Noch müssen die Steine mit Sand ausgefügt werden. Rechts und links des Weges wird noch Erde aufgefüllt."Wieder sind ein paar Meter Weg mit roter Erde verschwunden", freut sich Stefan Gorges. Der 49-Jährige leitet die Friedhofsabteilung der Sulzbacher Verwaltung. Er ist zuständig für die vier Friedhöfe im Stadtgebiet mit einer Gesamtfläche von 18 Hektar. Die Kosten für die Pflasterung des 40 Meter langen Teilstückes beziffert Gorges auf rund 8000 Euro. Der große Vorteil der neuen Fläche: Bei Starkregen wird weniger rote Erde weggespült, Matsch und Dreck werden vermieden. Mit der Maßnahme wurde zumindest ein Stück weit den Bürgerwünschen nachgekommen, die sich häufig über den schlechten Zustand der Wege nicht nur auf dem Altenwalder Friedhof beschwert hätten.

Insgesamt stehen Gorges für die Unterhaltung und Reparatur der Wege auf allen vier Friedhöfen 10 000 Euro im Jahr zur Verfügung. "Wir haben einen Prioritätenplan, nach dem nach und nach die Wege mit starkem Gefälle ausgebaut werden", erklärt "der Herr der Friedhöfe". Verstärkt soll in den nächsten Jahren der Friedhof in Sulzbach berücksichtigt werden.

Gorges: "Bereits im November vergangenen Jahres haben wir in Sulzbach 50 Meter Weg gepflastert." Was dem Abteilungsleiter Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass auf den Friedhöfen immer wieder Dinge wegkommen. So verschwanden in Altenwald Teile der Berieselungsanlage, die extra für die Bewässerung der Rasenreihengräber angeschafft wurde. Gorges: "Wir haben morgens die Anlage installiert. Mittags waren die wichtigsten Teile schon weg." Außerdem sei auch bei Gießkannen ein reger Schwund festzustellen. Nach Angaben von Gorges komme es auch immer wieder zu "Ablagerungen von Hausmüll" auf den Friedhöfen. Die Entsorgung belaste zusätzlich den Etat und binde auch Arbeitskräfte. Für die Unterhaltung der vier Friedhöfe steht im städtischen Haushalt ein Betrag von 55 000 Euro. Alleine die Energiekosten betragen 15 000 Euro im Jahr, obwohl in den Leichenhallen in Altenwald, Neuweiler und Sulzbach in den vergangenen Jahren Kühleinrichtungen der neusten Generation für rund 75 000 Euro eingebaut wurden. Der größte Teil der Kosten entfällt aber aufs Wasser. Für die Pflege der Friedhöfe hat Stefan Gorges vier feste Mitarbeiter und drei Leute mit befristeten Arbeitsverträgen sowie zwei Saisonkräfte, die vom 1. Mai bis 30. November beschäftigt sind. Zwischen 350 bis 400 Beerdigungen gibt es pro Jahr auf den Sulzbacher Friedhöfen. Nach Angaben des Abteilungsleiters geht der Trend zu übererdigen Bestattungen (Urnenwänden) sowie zu Rasenreihengräbern.

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