Stadion-Neubau bleibt bei den Landtags-Parteien umstritten

Saarbrücken. Zurückhaltend bis ablehnend äußerten sich die Landtags-Parteien gestern zur Frage eines Stadion-Neubaus in Saarbrücken. Hintergrund ist die äußerst angespannte Finanzlage des Saarlandes. Das neue Stadion soll vom Land, der Landeshauptstadt und einem Dritten finanziert werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende des 1

Saarbrücken. Zurückhaltend bis ablehnend äußerten sich die Landtags-Parteien gestern zur Frage eines Stadion-Neubaus in Saarbrücken. Hintergrund ist die äußerst angespannte Finanzlage des Saarlandes. Das neue Stadion soll vom Land, der Landeshauptstadt und einem Dritten finanziert werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FCS, Reinhard Klimmt, hatte das Projekt erneut ins Gespräch gebracht.CDU-Fraktionschef Klaus Meiser sagte vor der Landespressekonferenz, angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen des Landes seien nur "bescheidene Lösungen" möglich. "Alles andere ist dem Steuerzahler nicht zu vermitteln." Meiser denkt dabei an ein Stadion mit 20 000 Sitzplätzen. Kosten: 20 Millionen Euro. Für FDP-Fraktionsvize Christian Schmitt ("meine persönliche Meinung") wäre ein Stadion-Neubau eine Bereicherung für den Wirtschaftsstandort Saar. Grünen-Chef Hubert Ulrich sprach mit Blick auf die Finanzen von einer "ganz, ganz schwierigen Situation". Laut SPD-Landeschef Heiko Maas sollte eine Lösung "in die finanzpolitische Realität passen". Der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Heinz Bierbaum, hält die Diskussion für "abwegig". Für seine Partei habe ein neues Stadion "keine Priorität". gp

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