Staatsanwalt ermittelt gegen Eltern

Staatsanwalt ermittelt gegen Eltern

Saarbrücken. Nach der Brandtragödie, bei der am 24. August vier Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren ums Leben kamen, ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen die Eltern der Opfer

Saarbrücken. Nach der Brandtragödie, bei der am 24. August vier Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren ums Leben kamen, ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen die Eltern der Opfer. Nach Angaben von Vertretern mehrerer Fraktionen berichtete dies gestern Generalstaatsanwalt Ralf-Dieter Sahm dem Innenausschuss des Landtages in nicht öffentlicher Sitzung. Die 27-jährige Frau und der 28 Jahre alte Vater konnten bei dem Brand in der Burbacher Von-der-Heydt-Straße gemeinsam mit einem elf Monate alten Mädchen von der Feuerwehr über Drehleitern gerettet werden.Sahm berichtete auf Antrag aller Fraktionen über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Demnach ist das Feuer am Schlaflager der Eltern zwischen zwei Matratzen ausgebrochen. Ursache waren wohl eine Kerze oder glimmende Tabakreste. In der Wohnung war der Strom gesperrt.

Vorwürfe aus dem Kreis der Angehörigen, die Feuerwehr habe nicht alles unternommen, um die Kinder zu retten, konnten nicht erhärtet werden.

Linken-Sprecher Rolf Linsler kündigte gestern an, auch den Sozialausschuss des Landtages mit dem Fall zu beschäftigen. Künftig müsste sicher gestellt werden, dass Energieversorger die Sozialbehörden informierten, wenn der Strom gesperrt werde. Andreas Augustin (Piraten) regte derweil eine Diskussion über die Rauchmelder-Pflicht in Altbauten an. Gleichzeitig müsse auch geklärt werden, wer die Installation der Geräte kontrolliert. mju