1. Saarland

St. Wendels Stadt-Heiliger wird auch im Allgäu verehrt

St. Wendels Stadt-Heiliger wird auch im Allgäu verehrt

St. Wendel. Der Wanderurlaub des Ehepaars Ernst und Hildegard Thiel aus St. Wendel brachte es an den Tag: Auch im hinteren Stillachtal bei Oberstdorf im Allgäu wird der heilige Wendelin verehrt. Auf dem zehn Kilometer langen Weg zwischen Oberstdorf und Einödsbach kamen die St. Wendeler Wanderer durch die kleine und weit auseinander gezogene Ansiedlung Birgsau

 Glaubensbote Wendelin.
Glaubensbote Wendelin.

St. Wendel. Der Wanderurlaub des Ehepaars Ernst und Hildegard Thiel aus St. Wendel brachte es an den Tag: Auch im hinteren Stillachtal bei Oberstdorf im Allgäu wird der heilige Wendelin verehrt. Auf dem zehn Kilometer langen Weg zwischen Oberstdorf und Einödsbach kamen die St. Wendeler Wanderer durch die kleine und weit auseinander gezogene Ansiedlung Birgsau. Wendelinuskapelle von 1848Zu den etwa zehn Häusern gehört auch eine Wendelinuskapelle, deren Existenz bereits im Jahre 1848 nachgewiesen ist. "Die Türe stand offen, und da sind wir selbstverständlich auch in die Kapelle hineingegangen", berichtete Ernst Thiel. Gleich rechts vom Altar steht eine Statue von St. Wendelin. Der Heilige hat seinen breitkrempigen Hut locker unter den linken Arm geklemmt und auf der rechten Körperseite die Hirtentasche hängen. Der jugendlich wirkende Wendelin hält links den Hirtenstab, hat seinen Kopf leicht himmelwärts gerichtet und von dem Künstler einen erwartungsfrohen Gesichtsausdruck erhalten. In die in der Kapelle ausliegenden Gebet- und Gesangbücher "Gotteslob" ist ein Wendelinuslied eingeklebt, dessen Text nach der Melodie des Kirchenliedes "Nun danket alle Gott" gesungen werden kann. In dem Lied heißt es: "St. Wendelin, wir flehn aus diesem Erdentale. Wollst gütig auf uns sehn vom hohen Himmelssaale. Der Armen treuer Hort, bitte für uns bei Gott, du heil'ger Wendelin, führ' uns zur Himmelspfort." Das Lied hat vier Strophen. Der Verfasser wird nicht genannt. gtr </bu_text>