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Zurückhaltung in den Kirchen in Zeiten Coronas im Landkreis St. Wendel

Kirchliches in Corona-Zeiten : Messen werden gefeiert – virtuell und live

Evangelische Kirchengemeinden sind noch zurückhaltend, bei den Katholiken können die Gläubigen wieder in die Kirchen kommen.

Zurückhaltend reagieren manche Kirchenvertreter im St. Wendeler Land auf die Möglichkeit, die Gotteshäuser unter bestimmten Auflagen wieder öffnen zu dürfen. Am vergangenen Wochenende gab es nur wenige Gottesdienste, obwohl dies bereits möglich gewesen wäre. Außerdem hat eine Umfrage im Kirchenkreis Saar-Ost ergeben, dass vorläufig in den evangelischen Kirchengemeinden im St. Wendeler Land weiterhin keine Gottesdienste stattfinden werden. In der Kirchengemeinde Dörrenbach sollen beispielsweise die ersten erst wieder an Pfingsten (31. Mai/1. Juni) stattfinden. Hier die Übersicht im Detail:

Kirchengemeinde Dirmingen (Bergweiler, Berschweiler, Bubach, Calmesweiler, Dirmingen, Eppelborn, Macherbach, Neububach, Sotzweiler, Urexweiler): Gottesdienste ab Juni, aber noch ohne genauen Termine; die Gemeinde hängt wöchentlich analoge „Gottesdienste to go“ zum Mitnehmen an die Kirchentreppe. Das  sind ausgedruckte Gottesdienst-Liturgien und Texte, die sich die Gläubigen  mitnehmen können.

Kirchengemeinde Dörrenbach: Gottesdienste ab Pfingsten, 31. Mai/1. Juni.

Gesamtkirchengemeinde St. Wendel:

Bereich Niederlinxweiler: Gottesdienste ab 7. Juni.

Bereich St. Wendel: Noch keine Entscheidung gefallen. Das Presbyterium will am Montag entscheiden. Angedacht ist der 7. Juni, wie in  Niederlinxweiler. Regelmäßig werden jedoch Video-Andachten auf www.evangelisch-in-wnd.de veröffentlicht.

Im Kirchenkreis Obere Nahe, zu dem aus dem Landkreis St. Wendel Bosen, Nohfelden und Wolfersweiler gehören, üben sich die Verantwortlichen ebenfalls in Zurückhaltung. Im Monat Mai sind in einer entsprechenden Datenbank noch keine Termine hinterlegt, teilt Rebecca Bleh von der Presseabteilung mit. Und weiter: „Unsere Pfarrer  waren sich überwiegend einig, dass sie erst die Erfüllung der Hygiene- und Sicherheitsauflagen sicherstellen wollen, bevor sie zum Gottesdienst öffnen.“

Anders ist die Situation bei den Katholiken. Dort werden an diesem Wochenende jede Menge Gottesdienste gefeiert. Laut Dekanats-Referent Arnold Orth sieht die Planung folgendermaßen aus:

Die Pfarreiengemeinschaft Marpingen startet an diesem Wochenende mit öffentlichen Gottesdiensten am Samstag, 16. Mai, um 17.30 Uhr in Alsweiler; am Sonntag, 17. Mai, um 10.30 Uhr in Marpingen; sowie am Sonntag, 17. Mai, um 10.30 Uhr in Urexweiler.

Die Pfarreiengemeinschaft Obertal-Namborn feiert an diesem Wochenende öffentliche Gottesdienste am Samstag, 16. Mai, um 17.30 Uhr in Oberthal, am Samstag, 16. Mai, um 17.30 Uhr in Furschweiler, am Sonntag 17. Mai, um 10.30 Uhr in Namborn, und am Sonntag, 17. Mai, um 10.30 Uhr in Gronig.

In der Pfarreiengemeinschaft Nonnweiler finden folgende Gottesdienste statt: am Samstag, 16. Mai,  um 19 Uhr in Sitzerath, am Sonntag, 17. Mai, um 9.30 Uhr in Primstal. Weiter geht es am Donnerstag, 21. Mai, 9.30 Uhr, in Primstal, am Samstag, 23. Mai, 19 Uhr, in Sitzerath und am Sonntag, 24. Mai, 9.30 Uhr, in Primstal.

In der Pfarreiengemeinschaft Bostalsee sind folgende Gottesdienste geplant: am Samstag, 16. Mai, um 19 Uhr in Eiweiler, am Sonntag, 17. Mai, um 10.15 Uhr in Gonnesweiler. Weiter geht es am Mittwoch, 20. Mai, 17.45 Uhr, in Bosen, am Donnerstag, 21. Mai, 9 Uhr, in Selbach, am Samstag, 23. Mai, 17.45 Uhr in Sötern, am Sonntag, 24. Mai, 10.15 Uhr, in Türkismühle, am Samstag, 30. Mai, 19 Uhr, in Eiweiler, am Sonntag, 31. Mai, 10.15 Uhr, in Gonnesweiler und an Pfingstmontag, 1. Juni, um 10.15 Uhr in Neunkirchen/Nahe.

Die Pfarreiengemeinschaft St. Wendel startet am 23. Mai mit öffentlichen Gottesdiensten in drei Kirchen.

Die Pfarreiengemeinschaft Am Schaumberg beginnt am kommenden Montag, 18. Mai, in einer Werktagsmesse mit einem öffentlichen Gottesdienst und dann am Wochenende 23./24. Mai.

Die Pfarreiengemeinschaft Freisen-Oberkirchen ist noch in Beratung und kann keinen Starttermin benennen.

Um zu vermeiden, dass Gläubige weggeschickt werden müssen, bedarf es eines Anmeldeverfahrens, teilt eine Sprecherin der Pfarreieingemeinschaft Nonnweiler stellvertretend für alle mit. Denn die Verantwortlichen vor Ort haben sich an das Hygienekonzept des Bistums Trier zu halten. Dieses sieht weitere Schutzmaßnahmen vor: Wer den Gottesdienst besuchen will, sollte sich per Telefon anmelden. Die zur Feier eines Gottesdienstes angemeldeten Personen werden mit Namen und Anschrift in einer Liste vermerkt. Diese Liste werde zwei Wochen ausschließlich zur Nachverfolgung möglicher Infektionen aufbewahrt. Die Daten werden im Bedarfsfall der Kontaktrückverfolgung an die staatlichen Behörden weitergegeben. Nur wer zum Gottesdienst angemeldet ist, könne zur Feier eingelassen werden.

Abstand halten ist das Gebot der Stunde – das gilt auch für die Gottesdienste. Während in vielen katholischen Kirchen wieder erste Messen gefeiert werden, läuft es bei den Protestanten eher verhalten an. Foto: dpa/Caroline Seidel

Wer den Gottesdienst besucht, muss auf jeden Fall eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auch der Abstand von zwei Metern zwischen den Gläubigen muss eingehalten werden. Daher sei der Platz in den Kirchen begrenzt.