Wollscheid warnt vor seinem Ex-ClubHeute Rekord-Kulisse beim Hasborner Kirmesspiel gegen den 1. FC Saarbrücken?

Hasborn. Zum Oberliga-Spiel heute Abend im Waldstadion gegen den 1. FC Saarbrücken erwarten die Verantwortlichen des SV Hasborn rund 3000 Zuschauer. Sollten es mehr werden, wäre dies ein Rekord für ein Heimspiel der Rot-Weißen

 Vor einem Jahr jubelte Philipp Wollscheid noch für Hasborn, jetzt für den FCS.Foto: Hartung

Vor einem Jahr jubelte Philipp Wollscheid noch für Hasborn, jetzt für den FCS.Foto: Hartung

Hasborn. Zum Oberliga-Spiel heute Abend im Waldstadion gegen den 1. FC Saarbrücken erwarten die Verantwortlichen des SV Hasborn rund 3000 Zuschauer. Sollten es mehr werden, wäre dies ein Rekord für ein Heimspiel der Rot-Weißen. "Der bisherige Rekord zu Hause liegt bei 3000 Zuschauern in unserem ersten Oberligaspiel nach dem Aufstieg 1987 gegen den SC Birkenfeld", erklärt der Vereinsvorsitzende Joachim Warken. Die größte Kulisse überhaupt hatte Hasborn beim DFB-Pokalspiel 1975 in Mönchengladbach. 5000 Zuschauer sahen damals die 0:3-Niederlage von RWH auf dem Bökelberg, 4500 kamen vergangene Saison zum Hasborner Pokalspiel gegen Rostock (in Elversberg). Der erwartete Zuschauer-Ansturm erfordert von den Rot-Weißen organisatorische Höchstleistungen - auch wegen der hohen Sicherheitsauflagen der Polizei. "Normalerweise haben wir bei Oberliga-Spielen um die zehn Ordner, heute werden es 70 sein. Zudem kommen noch Polizisten vor Ort", erklärt Warken. Für durstige Fankehlen hat sich sein Verein ebenfalls gerüstet. Warken: "Wir haben 30 Fässer Bier zu je 50 Litern bestellt und es wird vier zusätzliche Stände geben." Ausdrücklich weist der Hasborner Vereinsboss noch einmal darauf hin, dass es an der Tageskasse noch ausreichend Karten sowohl für Hasborner Fans wie auch für den Gästeblock gibt. Im Vorverkauf wurden knapp 1800 Tickets abgesetzt. Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, wird der Hartplatz in Hasborn als Parkplatz zur Verfügung gestellt. Sollte dieser voll sein, befindet sich ein weiterer Parkplatz auf dem Gelände der ehemaligen Firma Dowidat. Angefahren werden kann dieser, wenn man von der Autobahn A1 kommend nach der Tankstelle am Hasborner Ortseingang links abbiegt. Von dort sind es nur 400 Meter bis ins Stadion. sem Hasborn/Saarbrücken. In der Hinrunde der vergangenen Oberliga-Saison war Philipp Wollscheid die Neuentdeckung im Hasborner Team. Der Neuzugang, der aus Noswendel-Wadern kam, schaffte auf Anhieb den Durchbruch in der Oberliga. Und das, obwohl er eigentlich noch Jugendspieler war. Schnell wurden andere Vereine auf den 1,94 Meter großen Abwehrspieler aufmerksam. In der Winterpause verpflichtete der 1. FC Saarbrücken das Talent. Und auch in der Landeshauptstadt kam Wollscheid in der Rückrunde zu einigen Einsätzen und ihm gelang auch ein Treffer - ausgerechnet gegen Hasborn. Am letzten Spieltag traf er beim Saarbrücker 2:1-Sieg gegen die Rot-Weißen zum Führungstreffer für den FCS. Heute kehrt Philipp Wollscheid ins Hasborner Waldstadion zurück. Wenn der 1. FC Saarbrücken um 19 Uhr beim SV Hasborn gastiert, wird sich der 19-jährige Innenverteidiger dort erstmals in der Kabine nicht das rot-weiße Trikot der Hausherren überstreifen, sondern das Blau-Schwarze des 1.FC Saarbrücken. Ob er allerdings auf dem Platz mitwirken kann, weiß Wollscheid nicht. Bislang kam er in dieser Saison noch nicht zum Einsatz: "In den ersten Saisonspielen haben Pietro Berafatto und Marcel Rozgonyi in der Innenverteidigung gespielt. Da wir wenig Gegentore bekommen haben, glaube ich nicht, dass Trainer Dieter Ferner etwas daran ändert", sagt der 19-Jährige. Wollscheid weiter: "Die sportliche Situation ist für mich persönlich derzeit nicht zufrieden stellend. Aber ich will mich da durchbeißen." Dass sich sein neues neues Team heute Abend gegen seinen Ex-Club durchbeißt, darauf hofft der Ex-Hasborner. Da er die kämpferischen Qualitäten der Rot-Weißen aber gut kennt, warnt er seine Teamkollegen davor, den Außenseiter vom Schaumberg zu unterschätzen. "Das wird ein ganz schweres Spiel. Ich glaube, Hasborn hat schon ewig kein Kirmesspiel mehr verloren. Dennoch ist unser Ziel klar ein Sieg", so der FCS-Akteur. Zu seinen ehemaligen Clubkameraden aus Hasborn hat Wollscheid übrigens noch guten Kontakt. "Erst kürzlich war ich noch bei Thomas Holz, als er Geburtstag hatte." Auch auf der Hasborner Kirmes will Wollscheid auf jeden Fall noch vorbeischauen. Er lacht: "Allerdings sicher nicht im Saarbrücker Trainingsanzug."

Auf einen BlickDer SV Hasborn geht mit viel Selbstbewusstsein in die Partie gegen Saarbrücken. "Wir sind heiß. Bei so einem Spiel ist man immer hoch motiviert. Klar sind wir der Außenseiter, aber wenn wir in der Defensive sicher stehen und uns nach vorne etwas zutrauen, dann ist vielleicht etwas zu holen", sagt RWH-Neuzugang Marco Wallscheid. "In den letzten beiden Partien gegen Saarbrücken haben wir gut ausgesehen - und das waren Auswärtsspiele. Zu Hause sind wir noch ein bisschen stärker", fügt Kapitän Manuel Schirra hinzu. sem