Wenn Flöte und Wecker streiten

Wenn Flöte und Wecker streiten

St. Wendel. Am Sonntag ging die Kulturwoche mit einem Jonglage- und Akrobatik-Kurs los, in dem überwiegend Kinder und Jugendliche, aber auch ein erwachsener Teilnehmer von Harald Theis ihre Fertigkeiten mit Jonglierbällen und dem Diabolo erproben und erweitern konnten

St. Wendel. Am Sonntag ging die Kulturwoche mit einem Jonglage- und Akrobatik-Kurs los, in dem überwiegend Kinder und Jugendliche, aber auch ein erwachsener Teilnehmer von Harald Theis ihre Fertigkeiten mit Jonglierbällen und dem Diabolo erproben und erweitern konnten. Ihre Arbeitsmaterialien bewegten sich überwiegend in der Luft, im Zwischenraum zwischen Boden und Decke des Raumes mit der Nummer 13 in der Musikschule, und damit ist auch der Bezug zum Thema der Kulturwoche "Zwischenräume" hergestellt. Weiter ging es am Sonntagabend mit der als Lehrerkonzert deklarierten Veranstaltung "Intervallo". Dabei hatten die Lehrer der Musikschule Gäste eingeladen. Der St. Ingberter Fagottist Michael Mungai, die Tholeyer Projekt-Schola, die die Kapelle mit Gregorianischen Gesängen in ein mittelalterliches Kloster verwandelte, und den in Marpingen sesshaften Lehrer, Schauspieler und Sänger Adolph Seidel, der mit seinen exzellenten Gedichtrezitationen von Kurt Tucholsky bis Johannes Kühn dem ganzen seinen eigenen Glanz verlieh. Die musikalische Bandbreite reichte von Villa-Lobbos bis Franz Anton Hoffmeister und ließ an Ausdrucksstärke keine Wünsche offen. Humoristrischer Höhepunkt war das Duell der Flötistin Claudia Wälder-Jene mit einem Reisewecker. Der Wecker wiederholte stur eine Prime in fünf sechzehntel Noten, zu der das Piccolo virtuos brillierte. Der Wecker wird übrigens vom Verlag mit der Partitur mitgeliefert. Am Montag schloss sich der Operettenabend "Zwischenraum von Liebe bis Sch(m)erz" an. Sehnsucht und Eifersucht, Treue und Betrug, alles in einem Liebestrank aus Arien und Duetten, wurden erstklassig interpretiert von der Sopranistin Miriam Möckl, dem Tenor Alexander Yagudin und dem Pianisten Peter Maurer, alles Lehrer an der Musikschule. red