Teilhabeberatung : Bei diesem Angebot gilt die Devise: Eine für alle

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (kurz EUTB) ist ein neues Beratungsangebot für Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen.

Es arbeitet nach dem Prinzip „Eine für alle“. Das bedeutet: Die Nutzer können sich mit allen Anfragen an ihre EUTB-Beratungsangebote vor Ort wenden. Es kommt dabei nicht darauf an, welche Teilhabebeeinträchtigung der Betroffene hat: Jedes Angebot ist Ansprechpartner für alle Anfragen und für alle Beeinträchtigungsformen. Ab Anfang 2018 haben die ersten EUTB-Beratungsangebote ihre Tätigkeit aufgenommen. Das Ziel, so steht es im Gesetz, ist die „Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohter Menschen“. Deswegen zeichnet sich die EUTB durch zwei Besonderheiten aus: Zum einen ist sie unabhängig, das heißt die Berater sind niemandem verpflichtet außer der Person, die sie beraten. Zum anderen findet die Beratung möglichst durch ebenfalls von Behinderung Betroffenen statt.

Das Bundes-Teilhabe-Gesetz (BTHG) dient zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Es soll mit seinen umfangreichen Rechtsänderungen dazu beitragen, Menschen mit Behinderungen eine möglichst volle und wirksame Teilhabe in allen Bereichen für eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Für die Umsetzung des BTHG sind die Leistungsträger wie die Bundesländer, Städte und Gemeinden aber beispielsweise auch Krankenkassen und das Job-Center zuständig. Das BTHG tritt in vier Stufen in Kraft, die im Zeitraum von 2017 bis 2023 realisiert werden sollen.

Die EUTB-Beratungsstelle in St. Wendel wird vom Lebenshilfe-Landesverband Saarland unterhalten. Kontakt: Anne Kiefer, St. Wendel, Wendalinusstraße 29, Mobil (01 70) 5 54 67 21, E-Mail: eutb-kiefer@lebenshilfe-saarland.de.