Kolumne Apropos Vom Leben im Paradies

Wie war das damals eigentlich mit Eva, Adam, dem Apfel und der Vertreibung aus dem Paradies?

War Adam ein Specki und hat Eva ihn deshalb auf Diät gesetzt?
Foto: Robby Lorenz

Kann es sein, dass Adam in der paradiesischen Endzeit etwas adipös daherkam? Sie wissen schon: Er hatte sich ein bisschen gehen lassen. Wie ich darauf komme? Naja, das irdische Paradies ist ja irgendwo vergleichbar mit dem Schlaraffenland. Zwar flogen und hüpften im Garten Eden vermutlich keine knusprig gebratenen Hühnchen oder Schweinchen mit Besteck im Rücken umher – was irgendwie auch eine gruselige Vorstellung ist, ohne jetzt selbst Vegetarier zu sein.

Aber Dinge wie Milch und Honig gab es sicherlich im Überfluss. Und natürlich das himmlische Manna. Wobei ja heute keiner mehr wirklich weiß, wie das schmeckt. Wie Schokolade vielleicht. Oder eher wie Hopfen und Blütentee? Jedenfalls wäre es dem guten Adam so gesehen doch nicht übel zu nehmen, dass er sich mit der Zeit ein Bäuchlein angefuttert oder angegluckert hatte. Zumal der Urahn ja nicht arbeiten musste für seinen Lebensunterhalt und deshalb jede Menge freie Zeit hatte. Was Eva natürlich nicht gefiel. Sie wollte einen Mann, der in vielerlei Hinsicht aktiv ist und sich obendrein in die Beziehung einbringt. Aber während die Rippen-Geschaffene penibel auf ihre Figur achtete und sich jede Nascherei selbstoptimierend verkniff, lümmelte der gute Mann mit Plauze auf der Couch rum und pries den Genuss als die höchste aller Tugenden. „Iss doch mal einen Apfel“, hieß es dann aus der Küche. Und der Rest ist biblische Geschichte.