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Verbraucherzentrale berät zum Stromsparen beim Kühlen und Gefrieren

Verbraucherzentrale informiert : Strom sparen beim Kühlen und Gefrieren

Die Energieberater der Verbraucherzentrale geben Tipps, wie das funktioniert und was beim Kauf von neuen Geräten beachtet werden sollte.

Wer einen neuen sparsamen Kühlschrank kaufen will, bekomme mit der Effizienz-Kennzeichnung keine große Hilfe. Die allgemeine Kennzeichnungs-Skala gehe von A bis D. „Daher sollte man meinen, dass ein Gerät, das mit A ausgezeichnet ist, auch sparsam ist. Das ist aber falsch“, klärt ein Sprecher der Verbraucherzentrale auf. Augenblicklich sei die schlechteste im Handel erhältliche Kennzeichnung für Haushaltskühlschränke A+. Die beste Kennzeichnung sei A+++ (Tripleplus). „Eine so unübersichtliche Kennzeichnung ist für Verbraucher nicht nachvollziehbar und schlicht nicht logisch“, sagt Cathrin Becker, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Den Missstand hat der Verordnungsgeber bei der EU erkannt. Es sei eine Änderung vorgesehen, damit künftig ein mit A gekennzeichnetes Gerät auch wirklich sparsam ist. Allerdings brauche alles seine Zeit. Der Änderungstermin, der für Ende 2019 vorgesehen war, sei um zwei Jahre verschoben worden.

Neben der farbigen Skala und den großen Buchstaben gebe das Etikett auch Auskunft über den Stromverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr. Diese Angabe ist aus der Sicht der Energieberater der Verbraucherzentrale ein verlässlicher Hinweis darauf, ob das Gerät im Vergleich zu anderen wenig oder viel Strom verbraucht.

So verbraucht laut Sprecher eine Kühl-Gefrier-Kombination mit 180 Liter Kühlbereich und 15 Liter Gefrierfach 114 Kilowattstunden im Jahr. Ein Altgerät könne doppelt so viel Strom verbrauchen. Wenn ein älterer Kühlschrank noch tadellos funktioniert, müsse dieser nicht zwangsläufig ausgetauscht werden. Die Energieberater geben Tipps zur stromsparenden Nutzung von Kühlschränken:

  • Den Kühlschrank nicht neben Wärmequellen wie Heizung, Herd, Spülmaschine oder Waschmaschine stellen.
  • Direkte Sonnenstrahlung auf den Kühlschrank vermeiden.
  • Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen.
  • Sieben Grad Innentemperatur reicht völlig aus.
  • Unnötig langes Öffnen vermeiden.
  • Den Gefrierschrank regelmäßig abtauen.
  • Gummidichtungen der Türen ab und zu prüfen und reinigen.
  • Die Lüftungsschlitze dürfen nicht zugedeckt werden, damit kein Wärmestau entsteht.