Union stellt alle vier Beigeordneten

St. Wendel. Der neue St. Wendeler Stadtrat hat seine Arbeit aufgenommen. In der ersten Sitzung wählten die 38 anwesenden Ratsmitglieder die neuen Beigeordneten, legten die Größe der Ausschüsse fest und besetzten diese (wir berichteten). Zuvor hatte der St. Wendeler Bürgermeister Klaus Bouillon die Ratsmitglieder per Handschlag verpflichtet.Die Kreisstadt St

St. Wendel. Der neue St. Wendeler Stadtrat hat seine Arbeit aufgenommen. In der ersten Sitzung wählten die 38 anwesenden Ratsmitglieder die neuen Beigeordneten, legten die Größe der Ausschüsse fest und besetzten diese (wir berichteten). Zuvor hatte der St. Wendeler Bürgermeister Klaus Bouillon die Ratsmitglieder per Handschlag verpflichtet.Die Kreisstadt St. Wendel, größte Kommune im Landkreis, hat gleich vier Beigeordnete. Alle vier stellt die CDU. Neuer Erster Beigeordneter und damit Nachfolger von Günter Jung ist Peter Klär. Er erhielt 27 Ja-Stimmen bei vier Nein-Stimmen und sieben ungültigen. Im neuen Stadtrat verfügt die CDU über 25 Sitze (24 CDU-Ratsmitglieder waren anwesend), die SPD über neun, die Linken über drei, Grüne und FDP über je einen. Klär erhielt also in der geheimen Wahl mehr Stimmen, als die CDU Sitze hat.Neue Zweite Beigeordnete ist Maria Horras, Ortsvorsteherin in Bliesen. Für sie stimmten 24 Ratsmitglieder, vier votierten mit Nein, zehn Stimmen waren ungültig. Dritter Beigeordneter ist Joachim Mittermüller aus Oberlinxweiler. Er bekam ebenfalls 24 Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen bei zehn ungültigen. Vierter Beigeordneter ist Kurt Wiese, Ortsvorsteher von St. Wendel. Auf ihn fielen 23 Ja-Stimmen, eine weniger, als die CDU über Sitze verfügt, und vier Nein-Stimmen. Elf Stimmen waren ungültig. Fraktionsvorsitzender der CDU bleibt Peter Klär. Seine Stellvertreter sind Peter Schunath, Maria Horras und Michael Dörr. Die SPD-Fraktion führt Torsten Lang. Seine Stellvertreter sind Helga Setz, Monika Moritz und Jürgen Möller. An der Spitze der Linken-Fraktion steht Werner Schmitt. Stellvertreter ist hier Andreas Wagner. Grüne und FDP haben keinen Fraktionsstatus.Alle fünf Parteien sind in Ausschüssen des Stadtrates vertreten. Der Stadtrat erhöhte auf Antrag der CDU die Zahl der Sitze im Finanz-, Bau- und Rechnungsprüfungsausschuss von bisher 13 auf 15. Zwei der ihr zustehenden elf Sitze in diesen Ausschüssen gab die CDU dann an FDP und Grüne ab. Sonst wären diese beiden kleinen Parteien in keinem Ausschuss vertreten. Trotzdem behält die CDU hier mit neun Sitzen die deutliche Mehrheit.Ausgangspunkt der Sitzverteilung im Stadtrat ist die Kommunalwahl vom 7. Juni. Diese zeigte, dass St. Wendel weiter die Hochburg der CDU im Saarland ist. Für die CDU stimmten 62,6 Prozent der Wahlberechtigten, das sind drei Prozentpunkte weniger als bei der letzten Wahl 2004. Ein geringer Verlust im Vergleich zu den Werten in den meisten anderen saarländischen Kommunen. Die SPD kam auf 22,2 Prozent, ein Minus von fünf Prozentpunkten. Die Grünen erreichten 3,5 Prozent, ein Minus von 0,8 Prozentpunkten, die FDP kam auf 3,6 Prozent, ein Plus von 0,5 Prozentpunkten. Die Linken, die zum ersten Mal antraten, kamen auf 8,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 6,4 Prozent, 2,5 Prozentpunkte mehr als 2004.

Auf einen BlickDie Mitglieder des neuen St. Wendeler Stadtrates. CDU: Leander Alles, Otmar Dell, Michael Dörr, Peter Dupont, Florian Gillen, Arnold Haßdenteufel, Florian Hell, Sven Hoffmann, Gisela Holzer, Maria Horras, Peter Klär, Stefan Klär, Markus Klein, Jürgen Martin, Joachim Mittermüller, Frank Ost, Kurt Petry, Fatma Schlaup, Horst Schneider, Peter Schunath, Stephan Thul, Gerhard Weiand, Kurt Wiese, Peter Wita und Peter Zeyer. SPD: Mark Caspari, Thea Edinger, Torsten Lang, Jürgen Möller, Monika Moritz, Silke Rietz, Helga Setz, Stefan Thome und Jürgen Zimmer. Die Linke: Werner Schmitt, Andreas Wagner und Hans Weinmann. FDP: Michael Würtz. Die Grünen: Tilman Schön. red

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