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In Zeiten Coronas: Und so sieht es in den anderen Gemeinden aus

In Zeiten Coronas : Und so sieht es in den anderen Gemeinden aus

So halten sich die Bürger in den Kommunen im Landkreis St. Wendel an die Ausgangsbeschränkungen.

St. Wendel: Bürgermeister Peter Klär (CDU) weist darauf hin: „Die Kreisstadt St. Wendel wird am Wochenende verstärkt kontrollieren, um Menschenansammlungen an beliebten Freizeitzielen zu verhindern.“ Begutachten werde die Ortspolizei unter anderem die Situation im Wendelinuspark, dem Panoramaweg, dem Bosenberg-Rundweg und sich einen Überblick an der Bahntrasse verschaffen. „Wir sind mit drei Zweier-Teams unterwegs“, sagt der Bürgermeister. Von daher sollte versucht werden, Sport und Bewegung an der frischen Luft möglichst im näheren Umfeld der eigenen Wohnung zu planen und auf den Besuch entfernt liegender Ausflugsziele zu verzichten“, appelliert er.

Oberthal: Als vorbildlich bezeichnet Bürgermeister Stephan Rausch (CDU,) wie die Oberthaler Bevölkerung sich bisher mit der Ausgangsbeschränkung arrangiert hat. „Bei der Begegnung auf der Imweiler Wies sagen die Menschen zwischen Gronig und Oberthal mit gebührendem Mindestabstand Hallo“, berichtet Rausch. Allerdings sieht er dieses Wochenende mit steigenden Temperaturen als Herausforderung und Testlauf für Ostern. „Wir werden stichpunktartige Kontrollen durchführen.“

Freisen: In der Gemeinde Freisen ist die Ortspolizeibehörde unterwegs und kontrolliert die geschlossenen Spiel- und Sportplätze. „Bislang waren die Bürger vernünftig, sie halten den Abstand ein. Probleme gab es noch keine“, sagt Rathauschef Karl-Josef Scheer (SPD). Mit größeren Menschenansammlungen rechnet er am Wochenende nicht. „In unserem ländlich strukturierten Umfeld haben wir viele Wanderwege, alles ist sehr weitläufig. Wenn sich da Menschen begegnen, sollen sie sich an die Regeln halten“, meint Scheer.

Tholey: Wegen Nichteinhaltung des Mindestabstandes auf dem Herzweg hat die Tholeyer Ortspolizei bislang nur einmal einschreiten müssen. „Wir haben sofort ein Schild aufgestellt, welches auf den nötigen Mindestabstand hinweist“, sagt Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU). An diesem Wochenende werde das Verhalten auf dem 3,6 Kilometer langen Rundweg beobachtet. „Wenn es nicht klappt, dann machen wir den Herzweg bis nach Ostern zu“, deutet Schmidt an. Gleichzeitig rät er der Bevölkerung, einfach mal einen Rundgang durch das eigene Dorf zu unternehmen. „Unsere gemeindlichen Einrichtungen, Gebäude und Plätze werden nach wie vor kontrolliert.“

Namborn: „In Zusammenarbeit mit der Polizei werden wir zu Kontrollen unterwegs sein“, kündigt Michaela Schwan von der Namborner Gemeindewaltung an. Bislang sei stichprobenartig kontrolliert worden. „Wenn die Leute in der Öffentlichkeit Rücksicht auf andere nehmen, ist vieles erreicht“, sagt Schwan.

Marpingen: Kein Problem bislang, vermeldet Florian Rech, Pressesprecher der Gemeinde Marpingen. „Die allgemein geltenden Regeln werden eingehalten. Wir haben jetzt auch nicht so die großen Ausflugsziele wie den Bostalsee in der Gemeinde“, findet Rech. Dennoch sei die Ortspolizei wachsam.

Nonnweiler: Auf der SZ-Facebookseite lief nach Bekanntgabe der Sperrung des Bostalsees dieser Hinweis ein: „Das zählt aber auch für die Talsperre Nonnweiler und den Keltischen Ringwall Otzenhausen! Wahnsinn was hier an den letzten Wochenenden los ist. . .“. Darüber zeigt sich Bernd Scherer von der Ortspolizeibehörde absolut verblüfft: „Das Erste, was ich höre. Uns ist darüber nicht bekannt. Und warum hat er uns nicht Bescheid gegeben?“, fragt er sich. Der Rundweg um dem Stausee falle ohnehin in die Zuständigkeit des Talsperrenverbandes. „Wir führen regelmäßig innerhalb der Gemeinde Kontrollen durch“, teilt Scherer mit.

Unterstützt werden die Gemeinden dabei von der Polizeiinspektion St. Wendel. „Wir haben am Wochenende mehr Kräfte im Einsatz“, blickt der stellvertretende Dienststellenleiter Ralf Kartes voraus. Für ihn sei mitentscheidend, ob die freundliche Wetterprognose letztendlich auch zutreffe.