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Tipps zur Albau-Sanierung gibt es vor Ort in St. Wendel und Tholey

Die Verbraucherzentrale informiert : Das ist bei der Sanierung eines Altbaus zu beachten

Die Experten der Verbraucherzentrale Saarland geben Tipps und bieten auch persönliche Beratungsgespräche im St. Wendeler Land an.

Für Mehrfamilienhäuser gelten bestimmte Austausch- und Nachrüst-Verpflichtungen. Diese sind unabhängig von einer geplanten Sanierung. Ein- und Zweifamilien-Häuser sind davon ausgenommen, wenn der Eigentümer seit Anfang 2002 selbst im Gebäude wohnt. Wer ein Ein- oder Zweifamilien-Haus kauft, muss diese Pflichten innerhalb von zwei Jahren erfüllen, teilt ein Sprecher der Verbraucherzentrale mit.

Konstanttemperatur- oder Standardheizkessel mit Öl oder Gas als Brennstoff müssen demnach ausgetauscht werden, wenn sie älter als 30 Jahre sind. Nicht betroffen seien Brennwert- oder Niedertemperaturanlagen, weil sie den Brennstoff effektiver nutzten. Außerdem schreibe der Gesetzgeber vor, zugängliche Heizungs- und Warmwasserrohre in unbeheizten Räumen zu dämmen.

Des Weiteren besteht die Verpflichtung, die oberste Geschossdecken zu unbeheizten Dachräumen zu dämmen, wenn sie keinen so genannten Mindestwärmeschutz (in der Regel vier Zentimeter Wärmedämmung) aufweisen. Bei Holzbalkendecken genüge es, die Hohlräume mit Dämmstoff zu füllen. Alternativ dürfen die Eigenheimbesitzer das darüber liegende Dach entsprechend dämmen.

Wenn man Bauteile verändert oder modernisiert, gibt das Gebäudeenergiegesetz Mindeststandards vor. Das trifft beispielsweise zu, wenn der Putz einer Fassade erneuert wird. Auch beim Fensteraustausch muss der Eigentümer Mindestanforderungen beachten. Wer sein Haus nur neu streichen will, braucht nicht zwingend gleichzeitig zu dämmen. Trotzdem sei es sinnvoll, die Malerarbeiten mit einer Dämmung der Fassade zu verknüpfen. Denn ein Gerüst wird ohnehin aufgestellt. „Bei der energetischen Sanierung von älteren Häusern gibt es verschiedene Möglichkeiten, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sagt Reinhard Schneeweiß“, Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale. So gibt es neben der Einzelbauteilbetrachtung auch die Betrachtung des kompletten Gebäudes. Interessenten können eine individuelle Beratung in Anspruch nehmen.

Dank der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale ist die Beratung in den Niederlassungen im Saarland kostenfrei. Ein Energie-Check beim Verbraucher zuhause kostet 30 Euro Eigenanteil.

Weitere Infos gibt es im Internet auf der Online-Plattform der Verbraucherzentrale: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de